{"id":1974,"date":"2013-12-19T00:00:00","date_gmt":"2013-12-18T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2013\/12\/soziale-und-nachhaltige-vergabe-in-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2020-07-01T17:07:05","modified_gmt":"2020-07-01T15:07:05","slug":"soziale-und-nachhaltige-vergabe-in-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2013\/12\/soziale-und-nachhaltige-vergabe-in-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Soziale und nachhaltige Vergabe in Karlsruhe"},"content":{"rendered":"<h2>Antrag<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li> Die Verwaltung stellt in einem Bericht dar, inwieweit &#xF6;kologische und soziale Kriterien bereits aktuell bei der Ausschreibung und Vergabe von st&#xE4;dtischen Auftr&#xE4;gen ber&#xFC;cksichtigt werden und welche M&#xF6;glichkeiten hierzu bisher noch nicht ausgesch&#xF6;pft wurden. <\/li>\n<li> Es wird gew&#xE4;hrleistet, dass zuk&#xFC;nftig bei allen Vergaben st&#xE4;dtischer Auftr&#xE4;ge die Ausschreibung soziale Kriterien sowie Kriterien der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes ber&#xFC;cksichtigt, so wie es in der &#x201E;Vergabe-Dienstanweisung der Stadt Karlsruhe&#x201C; bereits festgeschrieben ist. <\/li>\n<li> Die neu eingerichtete &#x201E;Zentrale Vergabestelle&#x201C; als zentrale Kompetenzstelle in der Stadtverwaltung wird zuk&#xFC;nftig bei allen Vergaben st&#xE4;dtischer Auftr&#xE4;ge (sowohl nach VOB (Bauleistungen), VOF (Freiberufliche Leistungen) als auch VOL (Sonstige Leistungen) mit eingebunden. <\/li>\n<li> Die Verwaltung tritt aktiv in Kontakt mit anderen Kommunen in Baden-W&#xFC;rttemberg, um die Erfahrungen auf dem Gebiet der sozialen und nachhaltigen Vergabe auszutauschen. <\/li>\n<\/ol>\n<h2> Sachverhalt\/Begr&#xFC;ndung <\/h2>\n<p> Die Stadt Karlsruhe gibt j&#xE4;hrlich mehrere hundert Millionen Euro f&#xFC;r die Vergabe von Sach-, Dienst- und Bauleistungen aus. Als &#xF6;ffentlicher Auftraggeber haben wir als Stadt eine gro&#xDF;e Verantwortung, denn wir k&#xF6;nnen mit entscheiden, unter welchen sozialen Bedingungen Dienstleistungen erbracht oder Produkte hergestellt werden und welche &#xF6;kologischen Standards ein Betrieb bei der Produktion einh&#xE4;lt. <\/p>\n<p> Die geltende Rechtslage erm&#xF6;glicht es Kommunen, im Rahmen ihrer Vergabeordnung in den Ausschreibungskriterien auch soziale und &#xF6;kologische Kriterien festzuschreiben. So k&#xF6;nnen beispielsweise &#xF6;kologische Ziele (z.B. Ressourceneffizienz, Gew&#xE4;sserschutz, Verzicht auf gentechnische Organismen, etc.), gesellschaftliche und soziale Ziele (z.B. Einhaltung der Mindeststandards (ILO-Kernarbeitsnormen), Einhaltung von tariflichen Mindestl&#xF6;hnen, Gleichberechtigung von Frauen und M&#xE4;nnern, etc.) sowie &#xF6;konomische Ziele (geringe Lebenszykluskosten, lange Produktlebensdauer, St&#xE4;rkung der regionalen Wertsch&#xF6;pfung, fairer Wettbewerb, etc.) als Vergabekriterien bei &#xF6;ffentlichen Auftr&#xE4;gen festgeschrieben werden. <\/p>\n<p> Ein Teil dieser Kriterien ist auf Landesebene bereits im &#x201E;Tariftreue- und Mindestlohn-Gesetz&#x201C; festgeschrieben. Auf Initiative des Karlsruher Gemeinderates haben dar&#xFC;ber hinaus auch Kriterien des Umweltschutzes und des fairen Handels Einzug in die &#x201E;Vergabe-Dienstanweisung der Stadt Karlsruhe&#x201C; gefunden. Dies hat bereits dazu gef&#xFC;hrt, dass auf breiter Ebene innerhalb der Stadtverwaltung Produkte mit dem Siegel &#x201E;Fairtrade&#x201C; verwendet werden. Die Kunst im kommunalen Ausschreibungs- und Vergabewesen besteht darin, diese oben genannten Ziele je nach Auftrag in konkrete Ausschreibungskriterien (wie Bietereignung, Leistungsbeschreibung, etc.) zu &#x201E;&#xFC;bersetzen&#x201C;. Mit der Einrichtung einer &#x201E;Zentralen Vergabestelle&#x201C; hat Karlsruhe bereits begonnen, die Kompetenzen im immer komplexer werdenden Vergabewesen an einer zentralen Stelle zu b&#xFC;ndeln. Nun m&#xFC;ssen diese Kompetenzen dazu genutzt werden, neben einer rechtssicheren Ausschreibung und wirtschaftlichen Kriterien auch das Einhalten sozialer und &#xF6;kologischer Standards bei der Vergabe zu ber&#xFC;cksichtigen. <\/p>\n<p> Die Stadt Karlsruhe, die bereits seit 2010 den Titel &#x201E;Fairtrade-Stadt&#x201C; tragen darf, sollte sich auf dem Gebiet der &#xF6;kologischen und sozialen Vergabe weiterhin aktiv um eine Vorreiterposition bem&#xFC;hen. &#x201E;Das Rad muss nicht immer wieder aufs Neue erfunden werden&#x201C;, daher empfiehlt sich der Austausch mit anderen Kommunen in Baden-W&#xFC;rttemberg, um die Erfahrungen auf diesem Gebiet auszutauschen. Sowohl die &#x201E;Kompetenzstelle f&#xFC;r nachhaltige Beschaffung&#x201C; des Bundesinnenministeriums, das neu gegr&#xFC;ndete &#x201E;Forum Nachhaltige Beschaffung Baden-W&#xFC;rttemberg&#x201C; sowie das Nachhaltigkeitsb&#xFC;ro der &#x201E;Landesanstalt f&#xFC;r Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-W&#xFC;rttemberg (LUBW)&#x201C; k&#xF6;nnten hier geeignete Austauschplattformen und Ideengeber sein. <\/p>\n<p> Unterzeichnet von: <\/p>\n<p> Bettina Lisbach&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; Dr. Christofer Leschinger&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; Dr. Ute Leidig&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; Alexander Geiger&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; Uta van Hoffs&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; Michael Borner <\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0218_16.pdf\"> Stellungnahme der Stadtverwaltung vom 18.02.2014<\/a><\/p>\n<p> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag Die Verwaltung stellt in einem Bericht dar, inwieweit &#xF6;kologische und soziale Kriterien bereits aktuell bei der Ausschreibung und Vergabe von st&#xE4;dtischen Auftr&#xE4;gen ber&#xFC;cksichtigt werden und welche M&#xF6;glichkeiten hierzu bisher [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-1974","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-antraege"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1974","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1974"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1974\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7841,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1974\/revisions\/7841"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1974"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1974"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1974"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}