{"id":1973,"date":"2013-07-09T00:00:00","date_gmt":"2013-07-08T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2013\/07\/leichte-sprache-in-karlsruhe-eine-stadt-fuer-alle-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2024-03-22T14:51:43","modified_gmt":"2024-03-22T13:51:43","slug":"leichte-sprache-in-karlsruhe-eine-stadt-fuer-alle-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2013\/07\/leichte-sprache-in-karlsruhe-eine-stadt-fuer-alle-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Leichte Sprache in Karlsruhe \u2013 Eine Stadt f\u00fcr alle!"},"content":{"rendered":"<h2>Antrag<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>\u201e<em>Der Gemeinderat soll daf\u00fcr stimmen: Die Stadt Karlsruhe soll mehr Informationen und Formulare f\u00fcr Antr\u00e4ge in leichterer Sprache schreiben. Das ist wichtig, damit Menschen mit Lernschwierigkeiten weniger Probleme haben. M\u00f6glichst alle Menschen sollen verstehen, welche Angebote und Rechte es in der Stadt gibt. Sie sollen auch verstehen, was sie tun m\u00fcssen. Der Behindertenbeirat wird gefragt, was zuerst gemacht wird.\u201c <\/em><\/li>\n<\/ol>\n<ol type=\"1\">\n<li>Die Stadt Karlsruhe \u00fcbersetzt wichtige Informationen und Formulare f\u00fcr kognitiv eingeschr\u00e4nkte B\u00fcrger\/innen in Leichte Sprache.<\/li>\n<li>Die Stadtverwaltung stimmt sich mit dem Beirat f\u00fcr Menschen mit Behinderungen ab. Dessen Mitglieder pr\u00e4zisieren und machen Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine Umsetzungsreihenfolge der zu \u00fcbersetzenden Schriften.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Sachverhalt\/Begr\u00fcndung<\/h2>\n<p>\u201e<em>Was f\u00fcr Rollstuhlfahrer und Rollstuhlfahrerinnen die Treppen sind, ist f\u00fcr Menschen mit Lernschwierigkeiten eine schwere Sprache. Wenn Barrieren weg sollen, m\u00fcssen auch Barrieren in der Sprache weg. Menschen mit Lernschwierigkeiten verstehen oft nicht, welche Angebote es in der Stadt gibt. Sie verstehen oft auch nur schwer, welche Rechte sie haben und was sie tun m\u00fcssen. Deshalb ist es wichtig, dass es eine Sprache gibt, die m\u00f6glichst alle verstehen. Mit diesem Antrag soll den Zust\u00e4ndigen in der Stadt gezeigt werden, dass es dieses Problem gibt. Sie sollen auch in Karlsruhe eine einfachere Sprache einf\u00fchren. Informationen, die man besser versteht, und leichtere Formulare f\u00fcr Antr\u00e4ge sind dabei wichtig. Wichtig ist auch, dass die Zust\u00e4ndigen sich bem\u00fchen, einfacher zu sprechen. Deshalb sollen die Zust\u00e4ndigen auch mit dem Behindertenbeirat zusammen arbeiten. Denn sie sollen so sprechen und schreiben, dass alle sie verstehen.<\/em><\/p>\n<p>\u201c Seit mehreren Jahren gibt es in Deutschland das Konzept der Leichten Sprache. Diese Idee wurde gemeinsam mit Menschen mit Lernschwierigkeiten entwickelt und weiter verbreitet. Leichte Sprache ist besonders f\u00fcr Menschen mit Lernschwierigkeiten eine der wichtigsten Voraussetzungen f\u00fcr eine selbst bestimmte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. Denn nur, wer \u00fcber die notwendigen Informationen verf\u00fcgt, kann selbst bestimmt Entscheidungen \u00fcber das eigene Leben treffen.<\/p>\n<p>Grundlage f\u00fcr das neue Angebot ist die in der UN-Behindertenrechtskonvention formulierte Forderung, dass alle Menschen das Recht haben, gleichberechtigt und ohne fremde Hilfe am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu k\u00f6nnen. Dies schlie\u00dft auch eine barrierefreie kommunale Kommunikation und \u00d6ffentlichkeitsarbeit mit ein.<\/p>\n<p>Viele deutsche St\u00e4dte wie Hannover, K\u00f6ln, Bremen oder Chemnitz haben in ihren Stadtverwaltungen Formulare in leichter Sprache rechtssicher umgesetzt.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich ist Leichte Sprache f\u00fcr Menschen mit geistiger Behinderung entwickelt worden; aber auch viele andere Menschen in Karlsruhe k\u00f6nnen von der Einf\u00fchrung einer Leichten Sprache profitieren: Der Bundesverband Alphabetisierung sch\u00e4tzt, dass in Karlsruhe ca. 15 % der Bev\u00f6lkerung funktionale Analphabet\/innen sind; dies sind Menschen, die kaum lesen und schreiben k\u00f6nnen. Leichte Sprache hilft auch Migrant\/innen, f\u00fcr die Deutsch eine Fremdsprache ist. Auch viele geh\u00f6rlose Menschen k\u00f6nnen Leichte Sprache besser verstehen. Und nicht zuletzt wird eine leicht lesbare Sprache von vielen \u00e4lteren Menschen bevorzugt.<\/p>\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n<p>Bettina Lisbach\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Michael Borner\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Tanja Kluth<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0924_9.pdf\"> Stellungnahme der Stadtverwaltung vom 24.09.2013<\/a><\/p>\n<p>Viele Informationen der Stadtverwaltung Karlsruhe finden sich nun auch in Leichter Sprache <a href=\"https:\/\/www.karlsruhe.de\/ls\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">auf der st\u00e4dtischen Webseite<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag \u201eDer Gemeinderat soll daf\u00fcr stimmen: Die Stadt Karlsruhe soll mehr Informationen und Formulare f\u00fcr Antr\u00e4ge in leichterer Sprache schreiben. Das ist wichtig, damit Menschen mit Lernschwierigkeiten weniger Probleme haben. 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