{"id":19696,"date":"2026-07-29T09:17:17","date_gmt":"2026-07-29T07:17:17","guid":{"rendered":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/?p=19696"},"modified":"2026-07-29T09:17:18","modified_gmt":"2026-07-29T07:17:18","slug":"interfraktioneller-antrag-platz-der-kinderrechte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2026\/07\/interfraktioneller-antrag-platz-der-kinderrechte\/","title":{"rendered":"Interfraktioneller Antrag &#8222;Platz der Kinderrechte&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Verwaltung entwickelt ein Konzept &#8211; entsprechend des Vorschlags des Kinderschutzbundes &#8211; zur Errichtung eines Platzes der Kinderrechte.\u00a0<br><br><\/li>\n\n\n\n<li>Sie legt nach einem Beteiligungsprozess einen m\u00f6glichst zentralen Platz in der Stadt fest, der f\u00fcr Aktionen mit Kindern und Jugendlichen geeignet ist.<br><br><\/li>\n\n\n\n<li>Die Verwaltung entwickelt Ideen, wie ein partizipativer Prozess zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der genauen Namensnennung des Platzes, der \u00d6rtlichkeit und Entstehung des Platzes Eingang finden kann.<br><br><\/li>\n\n\n\n<li>Es wird ein Kooperationsmodell wie in anderen St\u00e4dten entwickelt, z.B. mit Gewerbeschulen, um den Platz nachhaltig attraktiv zu halten und immer wieder kreativ zu ver\u00e4ndern.<br><br><\/li>\n\n\n\n<li>Der Platz der Kinderrechte wird als au\u00dferschulischer Lernort konzipiert. Die Verwaltung entwickelt hierf\u00fcr gemeinsam mit Schulen, dem Kinderb\u00fcro, der Stadtbibliothek sowie weiteren Bildungspartnern ein p\u00e4dagogisches Konzept, das es Schulklassen und Jugendgruppen erm\u00f6glicht, Kinderrechte im Sinne des Bildungsplans Baden-W\u00fcrttemberg praxisnah zu erleben und zu bearbeiten. Bei der Standortwahl ist nach M\u00f6glichkeit die r\u00e4umliche N\u00e4he zur zuk\u00fcnftigen Kinder- und Jugendbibliothek zu ber\u00fccksichtigen. Dadurch entsteht ein Bildungs- und Begegnungsort, der insbesondere das Recht auf Bildung (Artikel 28 UN-Kinderrechtskonvention) sichtbar macht und vielf\u00e4ltige Lern- und Beteiligungsangebote erm\u00f6glicht.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Begr\u00fcndung\/Sachverhalt:<br><br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrag unterst\u00fctzt die bundesweite Initiative des Kinderschutzbundes. Bereits zahlreiche St\u00e4dte und Kommunen in Deutschland \u2013 darunter in Baden-W\u00fcrttemberg St\u00e4dte wie Ludwigsburg, Reutlingen, Balingen, Waldkirch oder Wiesloch \u2013 haben dieses wichtige Signal gesetzt. Kinderrechte sollen sichtbarer gemacht und gest\u00e4rkt werden. Es soll in der Stadtgesellschaft f\u00fcr Kinderrechte sensibilisiert werden. Kinder und Jugendliche sollen bei der Umsetzung in allen Phasen beteiligt werden: Auswahl des Platzes, Namen des Platzes, Ausgestaltung.<\/p>\n\n\n\n<p>Kinder sind in besonderem Ma\u00dfe von einer Vielzahl gesellschaftlicher Risiken betroffen: Sie tragen das h\u00f6chste Armutsrisiko, leiden unter einer unzureichenden psychiatrischen Versorgung und einem wachsenden Mangel an Kinder\u00e4rztinnen und -\u00e4rzten sowie an kindgerechten Medikamenten. Das Bildungssystem bietet im internationalen Vergleich zu wenig Chancengerechtigkeit und viele Schulgeb\u00e4ude befinden sich in einem schlechten Zustand.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich sind Kinder den Folgen globaler Krisen wie Krieg und Klimawandel besonders ausgeliefert \u2013 \u00c4ngste und Unsicherheiten geh\u00f6ren f\u00fcr viele von ihnen zum Alltag.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist den Fraktionen auch, dass der Platz unter Begleitung des Kinderb\u00fcros oder\/und des Stadtjugendausschusses kontinuierlich von z.B. Schulklassen (z.B. auch von Berufsschulen) immer weiter gestaltet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Platz der Kinderrechte soll \u00fcber seine symbolische Bedeutung hinaus als lebendiger Bildungs- und Lernort dienen. Kinderrechte sind im Bildungsplan Baden-W\u00fcrttemberg insbesondere in den F\u00e4chern Gemeinschaftskunde, Ethik, Geschichte sowie im f\u00e4cher\u00fcbergreifenden Lernen verankert. Ein entsprechend gestalteter Platz bietet Schulklassen, Kindertageseinrichtungen und Jugendgruppen die M\u00f6glichkeit, demokratische Werte, Beteiligung und Kinderrechte unmittelbar vor Ort zu erleben und in den Unterricht einzubinden. So wird der \u00f6ffentliche Raum selbst zum Lernort.<br><br>Die r\u00e4umliche N\u00e4he zur zuk\u00fcnftigen Kinder- und Jugendbibliothek er\u00f6ffnet dabei besondere Chancen. Beide Orte k\u00f6nnen sich sinnvoll erg\u00e4nzen und einen gemeinsamen Bildungs- und Begegnungsraum bilden. W\u00e4hrend die Bibliothek das Recht auf Bildung und den Zugang zu Wissen verk\u00f6rpert, schafft der Platz M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Beteiligung, Austausch und demokratisches Lernen. Gemeinsam entsteht ein sichtbares Zeichen daf\u00fcr, dass Kinderrechte nicht nur formuliert, sondern im Alltag gelebt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unterzeichnet von:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Verena Anlauf, Jorinda Fahringer, Dr. Iris Sardarabady, Fraktion GR\u00dcNE<br>Sibel Uysal, Elke Ernemann und Melis Schmid, SPD-Fraktion<br>L\u00fcppo Cramer, Sonja D\u00f6ring, Michael Haug, KAL-Fraktion<br>Anne Berghoff, Leyla Duran und Tanja Kaufmann, Fraktion Die Linke<br>Kien Nguyen, Adina Gei\u00dfinger, Fabian Gaukel, Volt-Fraktion<br><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Begr\u00fcndung\/Sachverhalt: Der Antrag unterst\u00fctzt die bundesweite Initiative des Kinderschutzbundes. 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