{"id":19683,"date":"2026-07-21T16:41:19","date_gmt":"2026-07-21T14:41:19","guid":{"rendered":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/?p=19683"},"modified":"2026-07-21T16:42:36","modified_gmt":"2026-07-21T14:42:36","slug":"vorhabenbezogener-bebauungsplan-rdk-9-durchfuehrungs-und-generalvertrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2026\/07\/vorhabenbezogener-bebauungsplan-rdk-9-durchfuehrungs-und-generalvertrag\/","title":{"rendered":"Vorhabenbezogener Bebauungsplan RDK 9, Durchf\u00fchrungs- und Generalvertrag"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Erg\u00e4nzungsantrag zu <a href=\"https:\/\/sitzungskalender.karlsruhe.de\/db\/ratsinformation\/termin-10566#top9\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">TOP 9 der Gemeinderatssitzung am 28. Juli 2026<\/a>:<br><br><\/strong>Die Stadtverwaltung setzt sich in weiteren Verhandlungen mit der EnBW daf\u00fcr ein, dass im Generalvertrag (a) sowie im Durchf\u00fchrungsvertrag (b) zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan umwelt- und klimafreundlichere Vereinbarungen als im gegenw\u00e4rtigen Entwurf getroffen werden.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>\u00a0Konkret setzt sie sich daf\u00fcr ein, dass in dem neuen Gaskraftwerk durch strukturierte Liefervertr\u00e4ge Erdgas eingesetzt wird, das um 20 % geringere Vorkettenemissionen aufweist als der jeweils neueste Wert f\u00fcr die Vorkettenemissionen von leitungsgebundenem Erdgas in Deutschland (siehe Publikation des Umweltbundesamtes \u201cCO2-Emissionensfaktoren f\u00fcr fossile Brennstoffe\u201d).<br>Sinngem\u00e4\u00df wird dazu die Deckelung im Vergleich zum vorliegenden Vertragsentwurf auf 80 % von 35,43 kg CO2-\u00c4quivalente\/MWh (= 28,34 kg CO2-\u00c4quivalente\/ MWh) Prim\u00e4renergie festgelegt.<\/li>\n\n\n\n<li>Ferner setzt die Verwaltung sich daf\u00fcr ein, dass durch die Regelungen des Durchf\u00fchrungsvertrags die Jahresfrachten von 307 t\/a Stickoxide bzw. 62 t\/a NH3 als H\u00f6chstwerte einzuhalten sind.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Begr\u00fcndung\/Sachverhalt<\/strong><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Generalvertrag und Durchf\u00fchrungsvertrag zum Bebauungsplan f\u00fcr das EnBW Rheinhafen Dampfkraftwerk Block 9 liegen in einem ersten \u00f6ffentlichen Entwurf vor. Obwohl einige Regelungen vereinbart wurden, sind sie in den Bereichen Klimawirkung und lokale Immissionen nicht ausreichend.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu 1.)<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Verbrennen von Gas in Gaskraftwerken entstehen sowohl direkte CO2-Emissionen durch den Verbrennungsvorgang als auch indirekte CO2-Emissionen durch die Vorkettenemissionen des verbrannten Gases, die durch F\u00f6rdertechnologie und Transport entstehen und die stark zwischen Lieferanten variieren. Im vorgelegten Generalvertrag wurde eine Begrenzung der Vorkettenemissionen vorgeschlagen, die sich mit 35,43 kg CO2-\u00c4quivalenten\/MWh an der H\u00f6he des Bezugsmixes im deutschen Leitungsnetz von 2024 orientiert. Der Branchenverband der Gas- und Wasserstoffwirtschaft nennt in seinem Faktenblatt mit Stand 2021 zu Vorkettenemissionen von Erdgas jedoch 27 kg CO2-\u00c4quivalenten\/MWh. Daher kommen wir zu dem Schluss, dass eine 20 %-Reduzierung der Vorkettenemissionen durchaus m\u00f6glich ist, z.B. wenn die strukturierten Liefervertr\u00e4ge kein LNG-Gas enthalten. Dies wird zu einer deutlichen Verringerung der von Karlsruhe verursachten Emissionen von CO2, Methan und anderer treibhauswirksamer Gase f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu 2.)<\/p>\n\n\n\n<p>Der Aussto\u00df von Stickoxiden und Ammoniak ist im Gegensatz zu Emissionen von treibhauswirksamen Gasen ein lokales Problem. Neben der Feinstaubbelastung werden vor allem durch \u00dcberd\u00fcngung nat\u00fcrliche Stoffkreisl\u00e4ufe gesch\u00e4digt, was sich letztlich auch auf die Trinkwasserqualit\u00e4t auswirkt.<br>Da das RDK 9 nicht der einzige Emittent von Stickoxiden und Ammoniak im Karlsruher Raum ist und das zeitliche Zusammenwirken aus unterschiedlichen Quellen nicht kontrollierbar ist, ist es zum Schutz der lokalen Bev\u00f6lkerung sowie Flora und Fauna unabdingbar, die hiesigen Emissionen auf ein Minimum zu reduzieren.<br>Die EnBW gibt im Durchf\u00fchrungsvertrag an, eine Jahresfracht der Stickoxidemissionen i.H.v. 246 t\/Jahr und die der Ammoniakemissionen i.H.v. 31 t\/Jahr anzustreben. Nach den bisherigen Formulierungen ergeben sich Vertragsstrafen aber lediglich bei Jahresfrachten i.H.v. 384 t\/Jahr (Stickoxide) und 77 t\/Jahr (Ammoniak). Eine Reduzierung von 20 % dieser H\u00f6chstwerte auf 307 t\/Jahr (Stickoxide) bzw. 62 t\/Jahr (Ammoniak) erachten wir daher weiterhin f\u00fcr angemessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Sonja Klingert\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Aljoscha L\u00f6ffler\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0    \u00a0Christian Klinkhardt \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Leonie Wolf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erg\u00e4nzungsantrag zu TOP 9 der Gemeinderatssitzung am 28. 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