{"id":1916,"date":"2012-03-20T00:00:00","date_gmt":"2012-03-19T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2012\/03\/interfraktioneller-antrag-mit-der-spd-fraktion-sozialgerechte-bodennutzung-fuer-ein-zukunftsfaehiges-karlsruher-innenentwicklungs-modell-kim-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2020-07-01T17:06:48","modified_gmt":"2020-07-01T15:06:48","slug":"interfraktioneller-antrag-mit-der-spd-fraktion-sozialgerechte-bodennutzung-fuer-ein-zukunftsfaehiges-karlsruher-innenentwicklungs-modell-kim-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2012\/03\/interfraktioneller-antrag-mit-der-spd-fraktion-sozialgerechte-bodennutzung-fuer-ein-zukunftsfaehiges-karlsruher-innenentwicklungs-modell-kim-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Interfraktioneller Antrag mit der SPD-Fraktion: Sozialgerechte Bodennutzung f\u00fcr ein zukunftsf\u00e4higes Karlsruher Innenentwicklungs-Modell (KIM)"},"content":{"rendered":"<h2>Antrag<\/h2>\n<p> Die Stadtverwaltung wird beauftragt, ein Regelwerk f&#xFC;r ein zukunftsf&#xE4;higes Karlsruher Innenentwicklungs-Modell zu erarbeiten. Dieses Regelwerk soll analog zur &#x201E;Sozialgerechten Bodennutzung&#x201C; (SoBoN \/ M&#xFC;nchen) Lasten und Pflichten zwischen Kommune und Planungsbeg&#xFC;nstigten gerecht verteilen. Bauleitplanungen und andere st&#xE4;dtebauliche Satzungen, die einerseits Kosten bei der Stadt Karlsruhe verursachen, andererseits Bodenwertsteigerungen zur Folge haben, werden nur dann im Gemeinderat zum Abschluss gebracht, wenn sich die Planungsbeg&#xFC;nstigten zu den folgenden Grund&#xE4;tzen verpflichtet haben: <\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li>Die Planungsbeg&#xFC;nstigten beteiligen sich angemessen an den durch die Planung entstehenden Kosten. Dies geschieht durch\n<ul>\n<li>unentgeltliche Fl&#xE4;chenabtretungen f&#xFC;r Erschlie&#xDF;ungsanlagen und Gr&#xFC;nfl&#xE4;chen <\/li>\n<li> &#xDC;bernahme der Herstellungskosten von Erschlie&#xDF;ungs- und Ausgleichsma&#xDF;nahmen <\/li>\n<li> Finanzierungsbeitrag oder Grundst&#xFC;cksabtretung f&#xFC;r die soziale Infrastruktur.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li> Wenn Wohnungsbau vorgesehen ist, wird ein Teil der geplanten Geschossfl&#xE4;che als gef&#xF6;rderter Mietwohnungsbau f&#xFC;r mittlere und untere Einkommen erstellt. Dieser Anteil sollte 20 bis 30% der geplanten Geschossfl&#xE4;che betragen. Diese Leistungen sind von allen Eigent&#xFC;mern und Eigent&#xFC;merinnen von &#xFC;ber-planten Fl&#xE4;chen zu erbringen. Die Stadt mit ihrem Grundbesitz wird wie alle &#xFC;brigen Eigent&#xFC;merInnen behandelt. <\/li>\n<\/ol>\n<h2> Sachverhalt\/Begr&#xFC;ndung <\/h2>\n<p> Wichtige und notwendige st&#xE4;dtebauliche Planungen sind grunds&#xE4;tzlich mit gro&#xDF;en wirtschaftlichen Belastungen f&#xFC;r die Kommune verbunden. Um auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Stadtplanung sinnvoll weiter f&#xFC;hren zu k&#xF6;nnen, muss im Zusammenwirken mit den Planungsbeg&#xFC;nstigten die Finanzierung der durch die Planung verursachten Kosten sichergestellt werden. <\/p>\n<p> Eine Reihe von deutschen St&#xE4;dten hat mit der sozialgerechten Bodennutzung, wie sie vor &#xFC;ber 15 Jahren in M&#xFC;nchen eingef&#xFC;hrt wurde, Innenentwicklung und Mietwohnungsbau erfolgreich gef&#xF6;rdert. Transparenz des Verfahrens von Anfang an und Kostensicherheit vor Planungsbeginn haben z. B. in M&#xFC;nchen bei Planungsbeg&#xFC;nstigten f&#xFC;r Akzeptanz gesorgt. So konnte dort nach der Einf&#xFC;hrung der sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN) in den letzten 15 Jahren die Anzahl der gef&#xF6;rderten Wohneinheiten verdreifacht werden. Der Mietwohnungsbestand stieg von 2.600 gef&#xF6;rderten Wohneinheiten im Jahr 1994 auf 8.450 Wohneinheiten in 2009. <\/p>\n<p> In Karlsruhe fehlen bekanntlich mindestens 1.000 Mietwohnungen &#x2013; vor allem f&#xFC;r mittlere und untere Einkommen. Erhebliche Anstrengungen der st&#xE4;dtischen Volkswohnung reichen nicht aus, um den Bedarf zu decken. Um Abwanderung ins Umland zu vermeiden und dringend ben&#xF6;tigte Arbeitskr&#xE4;fte in der Stadt zu halten, muss durch die Umsetzung eines sinnvollen neuen Regelwerks eine gerechtere Verteilung der finanziellen Lasten unter allen an der Planung Beteiligten erreicht, der Mietwohnungsbau gef&#xF6;rdert und st&#xE4;dtebauliche Entwicklung langfristig gesichert werden. <\/p>\n<p> Unterzeichnet von: <\/p>\n<p> Bettina Lisbach, Anne Segor (GR&#xDC;NE) <\/p>\n<p> Doris Baitinger, Dr. Heinrich Maul (SPD) <\/p>\n<p> <\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0424_12.pdf\"> Stellungnahme der Stadtverwaltung vom 24.04.2012<\/a><\/p>\n<p> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag Die Stadtverwaltung wird beauftragt, ein Regelwerk f&#xFC;r ein zukunftsf&#xE4;higes Karlsruher Innenentwicklungs-Modell zu erarbeiten. 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