{"id":1862,"date":"2010-11-16T00:00:00","date_gmt":"2010-11-15T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2010\/11\/wirtschaftlichkeit-der-karlsruher-messe-und-kongress-gmbh-kmk\/"},"modified":"2020-07-01T17:06:25","modified_gmt":"2020-07-01T15:06:25","slug":"wirtschaftlichkeit-der-karlsruher-messe-und-kongress-gmbh-kmk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2010\/11\/wirtschaftlichkeit-der-karlsruher-messe-und-kongress-gmbh-kmk\/","title":{"rendered":"Wirtschaftlichkeit der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK)"},"content":{"rendered":"\n<p> <b>Antrag:<\/b><\/p>\n<p> <\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li>Die Stadt Karlsruhe als Gesellschafterin fordert von der KMK wirksame Ma&#xDF;nahmen zur dauerhaften Reduzierung des j&#xE4;hrlichen Defizits.  <\/li>\n<li>Mittelfristig sind Ma&#xDF;nahmen zu ergreifen, um den Defizitausgleich durch den K&#xE4;mmereihaushalt auf maximal 5 Mio. &#x20AC; pro Jahr zu begrenzen. <\/li>\n<li>F&#xFC;r die Festlegung von Konsolidierungsma&#xDF;nahmen werden folgende Handlungsfelder gepr&#xFC;ft:<br \/> \n<ol type=\"a\">\n<li>Privatisierung oder Teilprivatisierung der KMK <\/li>\n<li>Aufgabe oder Ausgliederung einzelner Gesch&#xE4;ftsbereiche <\/li>\n<li>Organisationsuntersuchung und Aufgabenkritik z.B. im Bereich des Projekt- und Veranstaltungsmanagements mit dem Ziel der Effizi-enzsteigerung (z. B Anzahl der Projektmanager in Relation zur Zahl der Eigenveranstaltungen), um auf Dauer Kosten zu reduzieren <\/li>\n<li>Beteiligung des Landkreises und anderer Gesellschafter der Neuen Messe Karlsruhe GmbH &amp; Co. KG (NMK) am Defizitausgleich <\/li>\n<li>Fusion oder zumindest sehr enge Kooperation mit anderen Messen im Land <\/li>\n<li>Nutzungs&#xE4;nderung oder Ver&#xE4;u&#xDF;erung eines Teils oder aller Messe-<br \/> hallen. Die Stadt Karlsruhe setzt sich in ihrer Rolle als NMK-Gesellschafterin f&#xFC;r eine solche Pr&#xFC;fung ein. <\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p> <\/p>\n<p> <b>Sachverhalt\/Begr&#xFC;ndung:<\/b><\/p>\n<p> <\/p>\n<p> Seit 2003 wurde der Betrieb der Neuen Messe Karlsruhe aufgenommen. Die Verluste der KMK, die bis dahin j&#xE4;hrlich zwischen 3 und 4,5 Mio. &#x20AC; lagen, sind ab 2004 auf 12 bis 13,5 Mio. &#x20AC; pro Jahr gestiegen.<\/p>\n<p> Das Defizit der KMK belastet den st&#xE4;dtischen Haushalt in einer eklatanten Gr&#xF6;&#xDF;enordnung: Auch f&#xFC;r 2010 sind laut Angaben der Verwaltung Zusch&#xFC;sse in H&#xF6;he von 12,9 Mio. &#x20AC;, f&#xFC;r 2011 von 13,0 Mio. &#x20AC; und je 12,4 Mio. &#x20AC; f&#xFC;r 2012 und 2013 zu erwarten. Dies ist aus Sicht der GR&#xDC;NEN Fraktion nicht weiter hinnehmbar. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlich schwierigen Lage der Stadt m&#xFC;ssen Ma&#xDF;nahmen eingeleitet werden, um das j&#xE4;hrlich durch den K&#xE4;mmereibereich auszugleichende Defizit deutlich zu verringern.<\/p>\n<p> Das Messegesch&#xE4;ft z&#xE4;hlt nicht zu den unmittelbaren Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge. Vielmehr wird hier mit Steuergeldern ein harter Konkurrenzkampf zwischen den Messestandorten finanziert, bei dem es viele Verlierer und nur wenige Gewinner geben kann.<br \/> Die Erfahrungen mit der Neuen Messe haben ergeben, dass ihre Konzeption auf unrealistischen Annahmen entwickelt wurde. Deshalb ist mit einer deutlichen Verminderung der Verluste auch nach 2014 nicht zu rechnen.<\/p>\n<p> Auch ist eine deutliche Steigerung des Umsatzes wegen des landesweiten ruin&#xF6;sen Wettbewerbs in der Messebranche nicht absehbar. <br \/> Die KMK ist offensichtlich selbst nicht in der Lage, geeignete strategische und strukturelle Ma&#xDF;nahmen zu ergreifen, um diese wirtschaftlich v&#xF6;llig unbefriedigende Situation zu ver&#xE4;ndern und dauerhaft von zweistelligen Millionen-Defiziten wegzukommen.<\/p>\n<p> Deshalb muss nach Meinung der GR&#xDC;NEN Fraktion die Gesellschafterin Stadt Karlsruhe entscheiden, ob sie auf Dauer bereit ist, derart hohe Verluste zu schultern, oder ob sie durch grundlegende strukturelle Ver&#xE4;nderungen einen deutlichen Abbau der Defizite erreichen will. Dabei sollten auch grundlegende &#xC4;nderungen, wie Privatisierung, Teilprivatisierung, oder die Aufgabe nachhaltig defizit&#xE4;rer Gesch&#xE4;ftsbereiche in die &#xDC;berlegungen einbezogen werden.<\/p>\n<p> F&#xFC;r die Beibehaltung des derzeitigen Zustandes wird immer wieder auf die Umwegrentabilit&#xE4;t der Messe verwiesen. Diese kommt jedoch auch den umliegenden Gemeinden und dem Landkreis zu Gute. Dagegen tr&#xE4;gt die Stadt Karlsruhe allein die Last der Verlustabdeckung. Deshalb soll die Stadtverwaltung innerhalb des Gesellschafterkreises der NMK nachdr&#xFC;cklich auf eine Nachbesserung der bestehenden Vertr&#xE4;ge dr&#xE4;ngen.<br \/> Auswege aus dieser Sackgasse k&#xF6;nnte nach Meinung der GR&#xDC;NEN Fraktion auch in einer engen Kooperation mit anderen Messen im Land oder in einem teilweisen R&#xFC;ckzug Karlsruhes aus dem Messegesch&#xE4;ft liegen.<br \/> Die GR&#xDC;NE Fraktion schl&#xE4;gt vor, dass sich die Stadt Karlsruhe statt auf gro&#xDF;e Messen mehr auf ihre Eignung als Kongressstadt fokussiert und die KMK die hierf&#xFC;r vorhanden Potentiale weiter entwickelt und ausbaut.<\/p>\n<p> Unterzeichnet von:<\/p>\n<p> Bettina Lisbach&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; Manfred Schubnell<\/p>\n<p> Dr. Ute Leidig&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; Uta van Hoffs<\/p>\n<p> <\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/1214_27.pdf\"> Stellungnahme der Stadtverwaltung vom 14.12.2010<\/a><\/p>\n<p> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag: Die Stadt Karlsruhe als Gesellschafterin fordert von der KMK wirksame Ma&#xDF;nahmen zur dauerhaften Reduzierung des j&#xE4;hrlichen Defizits. 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