{"id":1812,"date":"2009-04-14T00:00:00","date_gmt":"2009-04-13T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2009\/04\/kohlekraftwerk\/"},"modified":"2020-07-09T15:04:49","modified_gmt":"2020-07-09T13:04:49","slug":"kohlekraftwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2009\/04\/kohlekraftwerk\/","title":{"rendered":"Kohlekraftwerk"},"content":{"rendered":"<p><b>Kohlekraftwerk<\/b><\/p>\n<p><b>Antrag:<\/b><\/p>\n<ol>\n<li> Die Stadt Karlsruhe setzt sich bei der EnBW f\u00fcr eine stufenweise Abschaltung der alten Kraftwerksbl\u00f6cke ein. Als Nahziel strebt die Stadt an, dass durch die Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks die Gesamtemissionen der EnBW pro Tag nicht steigen. Auf mittlere Sicht wird eine Senkung der Emissionen f\u00fcr notwendig gehalten.<\/li>\n<li>Die Stadt Karlsruhe als Gesellschafterin der Stadtwerke setzt sich daf\u00fcr ein, dass die Stadtwerke Karlsruhe sich nicht am neuen Kohlekraftwerk der EnBW beteiligen.<\/li>\n<li>Die Stadt Karlsruhe als Gesellschafterin der Stadtwerke setzt sich daf\u00fcr ein, dass das Fernw\u00e4rmenetz der Stadtwerke so ausgebaut wird, dass es auch ohne das neue Kohlekraftwerk sinnvoll betrieben werden kann.<\/li>\n<\/ol>\n<p><b>Sachverhalt\/Begr\u00fcndung:<\/b><\/p>\n<p>Die Luft in Karlsruhe ist bereits heute durch Verkehr, Kraftwerke und Industrie, u.a. die Raffinerien, hoch mit Feinstaub und Schadstoffen belastet. Hinzu kommen wird eine neue Verbrennungsanlage der StoraEnso und, ab 2011, am Rheinhafen ein neues 900 MW-Kohlekraftwerk der EnBW. Dieses Kraftwerk wird als besonders effizient gepriesen und soll, laut EnBW, andere Anlagen mit h\u00f6heren Emissionen ersetzen. Dies n\u00fctzt der Karlsruher Bev\u00f6lkerung jedoch wenig, wenn die in ihrem Stadtgebiet stehenden Kraftwerke weiter betrieben werden. Denn dann werden zu deren Emissionen durch das neue Kraftwerk zus\u00e4tzlich gro\u00dfe Mengen an Feinstaub, Stickoxide, Quecksilber, Blei, Arsen, Cadmium, Dioxine und Furane die Karlsruher Luft belasten, insbesondere w\u00e4hrend der in Karlsruhe h\u00e4ufigen Inversionswetterlagen. Karlsruhe weist bereits heute neben Mannheim die h\u00f6chste Lungenkrebsrate in Baden-W\u00fcrttemberg auf. Auch Karlsruher Kinder\u00e4rzte warnen wegen immer h\u00e4ufiger diagnostizierten Lungenproblemen seit langem vor dem neuen Kohlekraftwerk. Um die Belastung der Karlsruher B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger und insbesondere der Kinder zu begrenzen, m\u00fcssen daher die alten Kraftwerksbl\u00f6cke so schnell wie m\u00f6glich abgeschaltet werden.<\/p>\n<p>Das neue Kohlekraftwerk der EnBW wird 6 Mio. t CO<sub><font face=\"Arial\">2<\/font><\/sub> emittieren, nahezu so viel, wie ganz und damit den Treibhauseffekt verst\u00e4rken. Daher wird Stromerzeugung aus Kohlekraftwerken zu Recht als \u00dcbergangstechnologie bezeichnet.<br \/>\nAndererseits hat ein Kohlekraftwerk eine theoretische Lebensdauer von ca. 50 Jahren. Man muss davon ausgehen, dass die EnBW dieses Kraftwerk erst dann still legen wird, wenn es f\u00fcr sie keine Gewinne mehr abwirft, wenn also die steigenden Kosten f\u00fcr Betrieb, Brennmaterial und Emissionszertifikate h\u00f6her sind als die erzielbaren (durch Preiskonkurrenz mit billiger werdendem Strom aus regenerativen Quellen sinkenden) Erl\u00f6se aus Strom und Fernw\u00e4rme.<\/p>\n<p>Aus Gr\u00fcnden des Klimaschutzes und der Luftqualit\u00e4t sollte die Laufzeit des neuen Kohlekraftwerks so kurz wie m\u00f6glich sein. Insofern w\u00e4re es aus Sicht der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger w\u00fcnschenswert, dass das Kohlekraftwerk so schnell wie m\u00f6glich nicht mehr rentabel ist. Eine Beteiligung am Kraftwerk von Seiten der Stadtwerke w\u00fcrde die Interessenlage jedoch umkehren.<\/p>\n<p>Fernw\u00e4rme ist dann sinnvoll, wenn sie Abfallprodukt anderer (unproblematischer) Prozesse ist und\/oder aus regenerativen Quellen stammt und ihre Herstellung die Luft bzw. das Klima nicht unn\u00f6tig belastet. Fernw\u00e4rme aus Kohlekraft ist insofern zumindest problematisch. In keinem Fall sollte sie ein Grund sein, die Betriebsdauer eines Kohlekraftwerks zu verl\u00e4ngern. Die Investition in die sehr kostenintensiven Fernw\u00e4rmenetze sollten diesem Aspekt besondere Aufmerksamkeit widmen.<\/p>\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n<p>Bettina Lisbach&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sabine Just-H\u00f6pfinger<\/p>\n<p><b><br \/>\n<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kohlekraftwerk Antrag: Die Stadt Karlsruhe setzt sich bei der EnBW f\u00fcr eine stufenweise Abschaltung der alten Kraftwerksbl\u00f6cke ein. 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