{"id":18055,"date":"2025-06-27T10:00:50","date_gmt":"2025-06-27T08:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/?p=18055"},"modified":"2025-07-28T12:48:10","modified_gmt":"2025-07-28T10:48:10","slug":"bedarf-an-pflegegemeinschaften-begleiteten-wohngemeinschaften-fuer-chronisch-psychisch-kranke-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2025\/06\/bedarf-an-pflegegemeinschaften-begleiteten-wohngemeinschaften-fuer-chronisch-psychisch-kranke-menschen\/","title":{"rendered":"Bedarf an Pflegegemeinschaften \/ begleiteten Wohngemeinschaften f\u00fcr chronisch psychisch kranke Menschen"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><\/h4>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Wie hoch ist der Bedarf an Pflegegemeinschaften bzw. dauerhaft begleiteten Unterbringungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr chronisch psychisch kranke Menschen in Karlsruhe?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie ist die Bedarfsprognose f\u00fcr die n\u00e4chsten f\u00fcnf bis zehn Jahre?<\/li>\n\n\n\n<li>Welches sind in diesem Bereich die Pflichtaufgaben f\u00fcr die Stadt Karlsruhe?<\/li>\n\n\n\n<li>In welcher Dimension bewegen sich die Defizite f\u00fcr die Psychiatrische Abteilung des St\u00e4dtischen Klinikums, wenn dauerhaft chronisch kranke Menschen, die Betreuung oder Pflege ben\u00f6tigen, wie bisher in vielen F\u00e4llen nach ihrer akuten Erkrankung zun\u00e4chst in der Psychiatrie verbleiben, weil es keine alternative Betreuung gibt?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche alternativen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine Unterbringung sieht die Verwaltung?<br>Und sieht die Verwaltung M\u00f6glichkeiten, um diese Alternativen besser zu f\u00f6rdern, damit ihre Anzahl steigt?<\/li>\n\n\n\n<li>Ist hier eine Zusammenarbeit mit dem Landkreis m\u00f6glich oder schon vorhanden?<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Sachverhalt \/ Begr\u00fcndung:<\/strong><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Es gibt zu wenig Pl\u00e4tze in Karlsruhe f\u00fcr chronisch psychisch kranke Menschen. Aus gesundheitlichen und sozialen bzw. famili\u00e4ren Gr\u00fcnden ist es wichtig, dass es f\u00fcr chronisch psychisch kranke Menschen angemessene, f\u00f6rderliche und familiennahe Unterbringungsm\u00f6glichkeiten gibt. Au\u00dferdem kann manchen Menschen mit diesem Zwischenschritt die Reintegration in das eigene, selbst\u00e4ndige Leben erleichtert werden. Begleitete Wohnformen bieten die Chance auf mehr Teilhabe und Lebensqualit\u00e4t. Sie f\u00f6rdern die Selbstst\u00e4ndigkeit der Betroffenen und entlasten gleichzeitig Angeh\u00f6rige und das Gesundheitssystem.<br>Tats\u00e4chlich werden chronisch kranke Menschen z. T. nach aufw\u00e4ndiger und ressourcenverbrauchender Suche durch das Personal der Psychiatrie weit weg, z.B. in Norddeutschland untergebracht.<br>Betroffen sind Menschen mit chronischen Erkrankungen im h\u00f6heren Lebensalter aber auch j\u00fcngere Menschen, die nicht allein leben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage ist, wie hoch hier der Bedarf ist und worin die Pflichtaufgaben der Kommune im Sinne des Bundesteilhabegesetzes bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegengerechnet werden m\u00fcssen zumindest sch\u00e4tzungsweise und in der Gr\u00f6\u00dfenordnung, wie hoch die Kosten f\u00fcr die Stadt sind, wenn Betten nach unseren Informationen in der Psychiatrie h\u00e4ufiger besetzt bleiben, weil man nicht wei\u00df, wohin man chronisch erkrankte Menschen entlassen soll, die zwar nicht mehr akut krank sind, aber auch nicht allein leben k\u00f6nnen. Diese Kosten f\u00fcr die Psychiatrie sind hoch (und werden steigen), denn f\u00fcr chronisch Erkrankte erfolgt durch die Krankenkassen keine Entsch\u00e4digung und diese Betten sind solange nicht f\u00fcr akut Erkrankte verf\u00fcgbar.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br>Diese Defizite werden dann wiederum von der Stadt Karlsruhe \u00fcber die Gesamtdefizite des St\u00e4dtischen Klinikums Karlsruhe getragen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Zeiten der finanziellen Engp\u00e4sse soll auf \u00e4mter- und gesellschafter\u00fcbergreifende \u00f6konomische Zusammenh\u00e4nge geachtet und sie gegengerechnet werden. Au\u00dferdem erfordert die gesundheitliche Situation in Karlsruhe (mehr Betroffene als Pl\u00e4tze) die Suche nach neuen, nachhaltigen L\u00f6sungen. Eine vorausschauende Planung k\u00f6nnte nicht nur Betroffenen und Angeh\u00f6rige sondern auch der Stadt helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterzeichnet von:<br>Verena Anlauf\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Dr. Iris Sardarabady\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ceren Akbaba\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jorinda Fahringer<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Gemeinderatssitzung am 29. Juli 2025 erhielten wir eine <a href=\"https:\/\/sitzungskalender.karlsruhe.de\/db\/ratsinformation\/termin-10051#top43\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Stellungnahme <\/a>zur Anfrage.  <br>Unter anderem erfuhren wir darin, dass im vorigen Jahr in der Psychiatrischen KIinik etwa 30 Personen durchschnittlich knapp drei Monate lang nicht entlassen werden konnten und dadurch eine Einnahmeausfall von ca 1,1 Mio. Euro entstanden ist.<br>Wir fordern, dass die Stadtverwaltung sich f\u00fcr passende Wohnm\u00f6glichkeiten f\u00fcr chronisch psychisch kranke Menschen mehr engagiert. Dadurch w\u00fcrde deren Lebensqualit\u00e4t verbessert und die Krankenh\u00e4user haben mehr freie Betten f\u00fcr diejenigen, die akut Hilfe ben\u00f6tigen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sachverhalt \/ Begr\u00fcndung: Es gibt zu wenig Pl\u00e4tze in Karlsruhe f\u00fcr chronisch psychisch kranke Menschen. 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