{"id":18035,"date":"2025-06-24T11:39:19","date_gmt":"2025-06-24T09:39:19","guid":{"rendered":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/?p=18035"},"modified":"2025-08-05T17:41:17","modified_gmt":"2025-08-05T15:41:17","slug":"hebammensprechstunden-erhalten-einsparungen-gefaehrden-praeventive-gesundheitsversorgung-fuer-schwangere-und-neugeborene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2025\/06\/hebammensprechstunden-erhalten-einsparungen-gefaehrden-praeventive-gesundheitsversorgung-fuer-schwangere-und-neugeborene\/","title":{"rendered":"Hebammensprechstunden erhalten \u2013 Einsparungen gef\u00e4hrden pr\u00e4ventive Gesundheitsversorgung f\u00fcr Schwangere und Neugeborene"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00c4nderungsantrag zu TOP 5 der Gemeinderatssitzung am 24.06.2025<\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Verwaltung entfernt folgende Sparvorschl\u00e4ge f\u00fcr die zweite H\u00e4lfte 2025 aus der Liste der Sparvorschl\u00e4ge: jeweils 50 % von &#8222;Fr\u00fche Hilfen &#8211; Hebammen in Familienzentren\u201c (30.000 \u20ac) und bei den \u201eBegr\u00fc\u00dfungsgespr\u00e4chen durch freiberufliche Hebammen\u201c (40.000 \u20ac) als Ma\u00dfnahmen der haushaltswirtschaftlichen Sperre.<\/li>\n\n\n\n<li>Bei den Begr\u00fc\u00dfungsgespr\u00e4chen durch freiberufliche Hebammen k\u00f6nnen Ersparnisse erzielt werden, indem die umfangreichen Begr\u00fc\u00dfungsmappen nicht mehr verteilt werden, sondern stattdessen die Informationen anhand eines Infoblattes, mithilfe von Flyern vorgestellt werden und der digitale Weg gezeigt wird.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Fehlbetrag nach Punkt 1 zur Aufhebung der haushaltswirtschaftlichen Sperre soll durch eine Verteilung innerhalb des Dezernats 3 erbracht werden.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Begr\u00fcndung\/Sachverhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Grundidee der Fr\u00fchen Hilfen ist es, dass alle (werdenden) Eltern das Wissen haben, wo sie in den ersten drei Lebensjahren ihres Kindes Hilfe bekommen. In den ersten Lebensjahren gibt es immer wieder Entwicklungsphasen, die f\u00fcr Familien zu einer gro\u00dfen Belastung werden k\u00f6nnen. Deshalb ist es wichtig, dass Familien wissen, an wen sie sich wenden k\u00f6nnen, damit aus (kleinen) Fragen\/Belastungen keine gro\u00dfen Probleme (oder sogar Kindeswohlgef\u00e4hrdungen) werden. Solche Herausforderungen und Belastungen k\u00f6nnen jede Familie treffen unabh\u00e4ngig von Bildungsniveau, finanziellen Ressourcen oder Herkunft. Daher ist diese Prim\u00e4rpr\u00e4vention entscheidend f\u00fcr ein gutes und chancengerechtes Aufwachsen.<br>Die Beratung und Information durch freiberufliche Hebammen geh\u00f6rt zu den pr\u00e4ventiven Ma\u00dfnahmen mit kleinstem Aufwand im Verh\u00e4ltnis zum Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<p>Da es zu wenig Hebammen f\u00fcr eine h\u00e4usliche Versorgung aller Frauen vor und nach der Geburt gibt, ist die Versorgung mit Hebammen in Einzel- und Gruppensprechstunden eine Alternative, um die mangelnde hebammliche Versorgung immerhin teilweise zu erg\u00e4nzen.<br>Eine Fokussierung auf Familien mit besonderen Problemlagen ist nicht m\u00f6glich und zwingt die Hebammen zu frustrierenden Entscheidungen, die fachlich nicht durchf\u00fchrbar sind. Die Fr\u00fchen Hilfen einschlie\u00dflich der Hebammensprechstunden sind f\u00fcr alle gleicherma\u00dfen ein Angebot, denn z.B. eine Wochenbettdepression und \u00dcberforderung kann jede Mutter treffen.<br>Die Hebammen und die Mitarbeiterinnen der Fr\u00fchen Hilfe konstatierten bei einem interfraktionellen Treffen am 19.05.2025, dass sie ihr Angebot nach der Corona-Pandemie wieder bekannt machen konnten, sodass die Annahme inzwischen wieder hoch ist. Dies erforderte ein hohes Engagement. Die Gefahr ist vorhanden, dass es hier wieder einen Bruch gibt.<br>2024 wurden 900 Familien bei Begr\u00fc\u00dfungsgespr\u00e4chen besucht und \u00fcber die Fr\u00fchen Hilfen informiert. Es gab 2024 117 telefonische Beratungsgespr\u00e4che, Tendenz dieses Jahr steigend.<br>Es besteht zudem die Wahrscheinlichkeit, dass die erfahrenen freiberuflichen Hebammen, die auf verl\u00e4ssliche Honorareinnahmen angewiesen sind, sich anderen Aufgaben zuwenden, wenn die bisherigen Aufgaben um 50 % reduziert werden. Angesichts des Hebammenmangels kann nicht davon ausgegangen werden, dass nach dem geplanten Auslaufen der Einsparung Anfang 2026 wieder nahtlos &#8211; vor allem auch mit entsprechend qualifizierten und erfahrenen Hebammen &#8211; hochgefahren werden kann. Au\u00dferdem ist davon auszugehen, dass die Hebammen damit rechnen, dass die Sparma\u00dfnahme angesichts des Haushaltsdefizits nahtlos weitergef\u00fchrt werden.<br>Auf die Begr\u00fc\u00dfungsmappen k\u00f6nnte verzichtet werden, sofern Familien, die sich digital weniger auskennen und\/oder die wenige Informationen \u00fcber das deutsche Gesundheitssystem haben, beim einmaligen Begr\u00fc\u00dfungsbesuch gezeigt wird, wie man die Hilfeadressen der Fr\u00fchen Hilfe und der Hebammensprechstunden findet.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n\n\n\n<p>Verena Anlauf, Benjamin Bauer, Jorinda Fahringer, Dr. Iris Sardarabady, Ivo Dujmovi\u0107<\/p>\n\n\n\n<p>Leider haben wir f\u00fcr unseren Antrag <a href=\"https:\/\/sitzungskalender.karlsruhe.de\/db\/ratsinformation\/termin-10049#top5.1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">in der Gemeinderatsdebatte<\/a> keine Mehrheit erreichen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00c4nderungsantrag zu TOP 5 der Gemeinderatssitzung am 24.06.2025 Begr\u00fcndung\/Sachverhalt Grundidee der Fr\u00fchen Hilfen ist es, dass alle (werdenden) Eltern das Wissen haben, wo sie in den ersten drei Lebensjahren ihres [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":18036,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[7],"tags":[24,31],"class_list":["post-18035","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-antraege","tag-familien","tag-gesundheit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18035","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18035"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18035\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18046,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18035\/revisions\/18046"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18036"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18035"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18035"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18035"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}