{"id":1783,"date":"2008-01-25T00:00:00","date_gmt":"2008-01-24T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2008\/01\/schulentwicklung-in-karlsruhe\/"},"modified":"2020-07-01T17:06:07","modified_gmt":"2020-07-01T15:06:07","slug":"schulentwicklung-in-karlsruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2008\/01\/schulentwicklung-in-karlsruhe\/","title":{"rendered":"Schulentwicklung in Karlsruhe"},"content":{"rendered":"\n<p> <b>Schulentwicklung in Karlsruhe<\/b><\/p>\n<p> <b>Antrag:<\/b><\/p>\n<ol>\n<li>Die Verwaltung strebt einen Schulversuch zur Entwicklung und Erprobung einer 10 &#8211; j&#xE4;hrigen gemeinsamen Schule in Karlsruhe an. Diese Modellschule kann entweder als durchg&#xE4;ngiger Bildungsgang beispielsweise an der neuen Schule in Karlsruhe S&#xFC;dost, oder als Kooperation mehrerer Grundschulen und einer Sekundarstufe p&#xE4;dagogisch und organisatorisch eingerichtet werden. Sie bem&#xFC;ht sich dabei um ein ge-meinsames Vorgehen mit anderen Kommunen im Land, die ebenfalls innovative Schulmodelle einrichten wollen und berichtet dar&#xFC;ber im Schulbeirat. <\/li>\n<li>Au&#xDF;erdem wird eine kommunale Schulentwicklungskommission eingesetzt, die &#x2013; beraten durch die P&#xE4;dagogische Hochschule und VertreterInnen der Lehrer- und Elternschaft &#x2013; regelm&#xE4;&#xDF;ig tagt und die Bem&#xFC;hungen der Verwaltung aktiv unterst&#xFC;tzt. <\/li>\n<\/ol>\n<p> <b>Sachverhalt\/Begr&#xFC;ndung:<\/b><\/p>\n<p> L&#xE4;ngeres gemeinsames Lernen von Kindern wird nicht nur in der p&#xE4;dagogischen Fachliteratur, bei der Lehrergewerkschaft GEW, bei Schulpraktikern und Eltern, sondern vor allem auch von Bildungsforschern der OECD verlangt. <br \/> Ohne dies hier detailliert belegen zu wollen: L&#xE4;ngeres gemeinsames Lernen &#x2013; mit entsprechender individueller F&#xF6;rderung &#8211; w&#xFC;rde besonders Kindern mit Migrations-hintergrund nutzen und Kindern, die in bildungsfernen Elternh&#xE4;usern aufwachsen. Aber auch diejenigen Kinder, die aufgrund ihres famili&#xE4;ren Hintergrundes gen&#xFC;gend F&#xF6;rderung erhalten, k&#xF6;nnen &#x2013; wie das skandinavische Beispiel zeigt &#x2013; in vieler Hinsicht profitieren.<\/p>\n<p> In Baden &#x2013; W&#xFC;rttemberg h&#xE4;lt das Kultusministerium aber, anders als in anderen Bundesl&#xE4;ndern, starr am dreigliedrigen Schulsystem fest.<\/p>\n<p> Einem probeweisen gemeinsamen Unterricht von Haupt- und Realschulklassen in den Jahrgangsstufen 5 und 6 hat sich Minister Rau in einer &#xF6;ffentlichen Erkl&#xE4;rung allerdings aufgeschlossen gezeigt.<br \/> Die Stadt hat diese Chance genutzt und wird voraussichtlich solche Modellversuche an zwei Schulen einrichten.<\/p>\n<p> Kooperationsklassen k&#xF6;nnen nach Ansicht der GR&#xDC;NEN Gemeinderatsfraktion ein erster pragmatischer Schritt sein, den Problemlagen von Hauptsch&#xFC;lern gerecht zu werden und zum Wohle aller Kinder l&#xE4;ngeres gemeinsames Lernen zu verwirklichen.<\/p>\n<p> Gleicherma&#xDF;en ist es aber wichtig, dass weitere Formen gemeinsamen Lernens von Kindern unterschiedlicher sozialer Herkunft, Begabung und Leistungsf&#xE4;higkeit entwickelt und erprobt werden. In Karlsruhe gibt es eine breite Zustimmung zur Entwicklung und Erprobung eines solchen Schulmodells, in dem Kinder von Klasse 1 &#x2013; 10 gemeinsam lernen k&#xF6;nnen, so dass Akzeptanz und Unterst&#xFC;tzung gesichert sein w&#xFC;rden.<\/p>\n<p>Eine Modellschule Karlsruhe kann auf inhaltlich fundierte Vorarbeit bauen und sich an den Ergebnissen der Arbeitsgruppe &#x201E;Schule S&#xFC;dstadt &#8211; Ost&#x201C; orientieren, in der Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Gewerkschaft, P&#xE4;dagogische Hochschule und Verwaltung zusammengearbeitet haben. Verk&#xFC;rzt dargestellt geht es dabei im Kern um die Weiterentwicklung innovativer r&#xE4;umlicher, organisatorischer und p&#xE4;dagogischer Unterrichtskonzepte, die individuelle F&#xF6;rderung aller Kinder zum Ziel hat: sowohl besonders f&#xF6;rderbed&#xFC;rftige als auch besonders begabte und leistungsstarke Sch&#xFC;lerinnen und Sch&#xFC;ler k&#xF6;nnten dadurch ihre Leistungspotentiale besser entfalten.<\/p>\n<p>In Zusammenarbeit mit Ravensburg, T&#xFC;bingen und anderen Kommunen, die &#xE4;hnliche Wege gehen wollen, sollten Antr&#xE4;ge f&#xFC;r solche Schulmodelle in Stuttgart gestellt werden. Langfristig gesehen kann auch die Baden &#x2013; W&#xFC;rttembergische Landesregierung sich den gemeinsamen Bestrebungen, innovative Schulmodelle zuzulassen, nicht verschlie&#xDF;en.<\/p>\n<p> Aber auch innerhalb der Kommune sollte die Diskussion zur Schulentwicklung einen neuen Schub bekommen. Sinnvoll w&#xE4;re die Einrichtung einer gemeinder&#xE4;tlichen Kommission, die regelm&#xE4;&#xDF;ig tagt und &#8211; beraten durch kompetente Ansprechpartner -inhaltlich die f&#xFC;r Karlsruhe gew&#xFC;nschten Modelle diskutiert und Empfehlungen an die Verwaltung geben kann. Dadurch w&#xE4;ren die Fraktionen, die durch die Reihe in der Vergangenheit Vorstellungen und Ideen f&#xFC;r die Schulentwicklung in unserer Stadt im Gemeinderat dargelegt haben, eingebunden und k&#xF6;nnten gemeinsam die Entwicklung voranbringen. <\/p>\n<p> Unterzeichnet von:<\/p>\n<p> Klaus Stapf&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; Anne Segor<\/p>\n<p><b><br \/> <\/b> <a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0311_12.pdf\">Stellungnahme der Stadtverwaltung vom 11.03.2008 <br \/> <\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0311_12.pdf\">  <\/a><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0311_12.pdf\"> <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schulentwicklung in Karlsruhe Antrag: Die Verwaltung strebt einen Schulversuch zur Entwicklung und Erprobung einer 10 &#8211; j&#xE4;hrigen gemeinsamen Schule in Karlsruhe an. 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