{"id":1770,"date":"2007-02-15T00:00:00","date_gmt":"2007-02-14T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2007\/02\/nterfraktioneller-antrag-gruene-und-kal\/"},"modified":"2024-01-31T12:38:34","modified_gmt":"2024-01-31T11:38:34","slug":"nterfraktioneller-antrag-gruene-und-kal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2007\/02\/nterfraktioneller-antrag-gruene-und-kal\/","title":{"rendered":"Interfraktioneller Antrag GR\u00dcNE und KAL:"},"content":{"rendered":"<p><b>Reduzierung des MIV auf der Rheinbr\u00fccke bei Karlsruhe<\/b><br \/>\n<b>Antrag:<\/b><\/p>\n<ol>\n<li>Der Gemeinderat unterst\u00fctzt alle Ma\u00dfnahmen, um die Zahlen des motorisierten Individualverkehrs (MIV) \u00fcber die jetzige Rheinbr\u00fccke zwischen W\u00f6rth und Karlsruhe zu senken. Dazu wird als erster Baustein folgende Einzelma\u00dfnahme umgesetzt bzw. nachdr\u00fccklich vorangetrieben:<br \/>\nEntwicklung eines Konzeptes, um sowohl den Pendlerverkehr als auch den G\u00fcterverkehr zu Unternehmen in Karlsruhe und in W\u00f6rth zu verbessern und umweltfreundlich zu gestalten. Schienen- und Radverkehr wie auch Rhein-schifffahrt sind dabei vorrangig zu ber\u00fccksichtigen. Die vorhandene Stra\u00dfenverkehrsinfrastruktur ohne Erweiterung ist Grundlage. An dem Konzept sind neben st\u00e4dtischen Verkehrsplanern die st\u00e4dtischen Nahverkehrsgesellschaften, der Karlsruher Hafen und externe Verkehrsplanungsb\u00fcros zu beteiligen.<\/li>\n<li>Die Stadt Karlsruhe fordert bei den Verkehrsministerien der L\u00e4nder Baden-W\u00fcrttemberg und Rheinland-Pfalz sowie dem Bundesverkehrsministerium eine ge\u00e4nderte Planung f\u00fcr den Fernverkehr durch die Technologieregion, insbesondere f\u00fcr die B10 (S\u00fcdtangente) durch Karlsruhe. Dazu wird die Stadtverwaltung nach Abstimmung mit dem Gemeinderat mit einem Alternativkonzept vorstellig.<\/li>\n<li>Die Stadtverwaltung stellt dem Gemeinderat ihre Bem\u00fchungen um einen detaillierten Sanierungsplan f\u00fcr die bestehende Rheinbr\u00fccke bis zur Jahresmitte 2007 vor. Dieser enth\u00e4lt folgende Punkte: Auflistung der bestehenden Sch\u00e4den und des voraussichtlichen Sanierungsbedarfs; Darstellung der Sanierungsverfahren, daraus abgeleitet ggf. notwendige (Teil-)Sperrungen; Zeitplan, wann welche Ma\u00dfnahmen notwendig werden bzw. welche Ma\u00dfnahmen bereits geplant sind. Der mit dem Gemeinderat zuvor abgestimmte Sanierungsplan wird \u00f6ffentlich vorgestellt.<\/li>\n<\/ol>\n<p><b>Sachverhalt\/Begr\u00fcndung:<\/b><\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngige Verkehrsforscher (Beispiel Prof. Dr. Hartmut Topp im Impulsreferat \u201eVerkehr\/Mobilit\u00e4t\u201c zum Masterplan 2015) prognostizieren aufgrund der steigenden Energiepreise, der demografischen Entwicklung und des Trends \u201ezur\u00fcck in die Stadt\u201c aktuell stagnierende und langfristig sinkende Zahlen im MIV. Der Oberb\u00fcrgermeister hat aktuell eine st\u00e4dtische Verkehrsuntersuchung zu diesem Thema angeregt.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von der zuk\u00fcnftigen Verkehrsbelastung \u00fcber den Rhein w\u00fcrde ein zweiter Rhein\u00fcbergang auf Karlsruher Gemarkung zu hohen Belastungen (L\u00e4rm, Schadstoffe, Fl\u00e4chenverbrauch, Verminderung der Lebensqualit\u00e4t) des dichtest besiedelten Gebiets in der Technologieregion f\u00fchren. Ein zweiter Rhein\u00fcbergang auf Karlsruher Gemarkung ist daher nicht zu akzeptieren.<\/p>\n<p>Eine nachhaltige und zukunftsorientierte Verkehrspolitik muss zudem global denken. Die negativen Auswirkungen von Verkehr auf das Klima (CO2-Aussto\u00df) m\u00fcssen minimiert werden. Eine zweite regionale Stra\u00dfenverbindung \u00fcber den Rhein w\u00e4re absolut kontraproduktiv; eine Verlagerung innerhalb des Modal Splits auf umweltfreundlichere Verkehrstr\u00e4ger als den MIV ist dagegen ein Gebot f\u00fcr heute und die Zukunft.<\/p>\n<p>Weitere Verbesserungen der im Vergleich der Regionen guten Verkehrsanbindung f\u00fcr die regionale Wirtschaft und deren Arbeitnehmer m\u00fcssen mit Hilfe von \u00d6PNV, Schiffart und Radverkehr, ohne Erweiterung des bestehenden Stra\u00dfennetzes erzielt werden. Die direkte Belastung f\u00fcr die Karlsruher Bev\u00f6lkerung wie auch die indirekte, \u00fcberregionale Belastung muss abnehmen. Die Antragsteller weisen ausdr\u00fccklich auf die Ergebnisse der regelm\u00e4\u00dfigen B\u00fcrgerumfragen, der Konferenzen zum Masterplan 2015 und auf die Forderungen von Karlsruher B\u00fcrgervereinen und Umweltinitiativen hin.<\/p>\n<p>Zur bestehenden Rheinbr\u00fccke: Ziel ist die nachhaltige Erhaltung dieser Stra\u00dfenverbindung durch laufende Sanierung. Eine Politik des Verschleppens notwendiger Ma\u00dfnahmen, so dass das Bauwerk \u201everkommt\u201c, lehnen die Antragsteller ab. Eine Totalsperrung der Br\u00fccke gilt es zu vermeiden. Sollte das Regierungspr\u00e4sidium weiterhin nur unvollst\u00e4ndig und nicht-\u00f6ffentlich informieren, l\u00e4sst die Stadtverwaltung ein eigenes Sanierungsgutachten erarbeiten und greift hierbei zum Beispiel auf den bei der Universit\u00e4t Karlsruhe vorhandenen Sachverstand zur\u00fcck (vgl. interfraktionellen Antrag der SPD-, der Gr\u00fcnen- und der KAL-Fraktion vom 13. Dezember 2005, behandelt in der GR-Sitzung vom 24. Januar 2006).<\/p>\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n<p>L\u00fcppo Cramer\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Klaus Stapf<br \/>\nDr. Eberhard Fischer\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Tim Wirth <b><br \/>\n<\/b><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0327_7.htm\">Stellungnahme der Stadtverwaltung vom 27.03.2007 <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reduzierung des MIV auf der Rheinbr\u00fccke bei Karlsruhe Antrag: Der Gemeinderat unterst\u00fctzt alle Ma\u00dfnahmen, um die Zahlen des motorisierten Individualverkehrs (MIV) \u00fcber die jetzige Rheinbr\u00fccke zwischen W\u00f6rth und Karlsruhe zu [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-1770","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-antraege"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1770","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1770"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1770\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16335,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1770\/revisions\/16335"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1770"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1770"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1770"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}