{"id":1760,"date":"2019-06-17T00:00:00","date_gmt":"2019-06-16T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2019\/06\/vorrang-fuer-open-source-loesungen-bei-der-stadtverwaltung-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2025-05-22T16:48:45","modified_gmt":"2025-05-22T14:48:45","slug":"vorrang-fuer-open-source-loesungen-bei-der-stadtverwaltung-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2019\/06\/vorrang-fuer-open-source-loesungen-bei-der-stadtverwaltung-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Vorrang f\u00fcr Open-Source-L\u00f6sungen bei der Stadtverwaltung"},"content":{"rendered":"<h2>Antrag<\/h2>\n<p>Die Stadtverwaltung verwendet zuk\u00fcnftig vorrangig Open-Source-Software einschlie\u00dflich offener Schnittstellen und offener Standards, um eine moderne und leistungsf\u00e4hige Verwaltung zu gew\u00e4hrleisten. M\u00f6glichst viele Verfahren sind bei wesentlichen \u00c4nderungen oder der Neuvergabe auf Open-Source-Software umzustellen. Bei Ausschreibungen wird dies mit einem deutlichen Punktzuschlag bewertet. Wesentliche Zielgr\u00f6\u00dfen im Rahmen der Softwarebeschaffung bei gegebener Funktionalit\u00e4t sollen dabei Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Usability (Bedienbarkeit), Interoperabilit\u00e4t und Zukunftssicherheit sein.<\/p>\n<h2>Sachverhalt\/Begr\u00fcndung<\/h2>\n<p>Angesichts zunehmender Digitalisierung kommt der Softwarearchitektur und damit der Auswahl von Software durch die Stadtverwaltung eine immer gr\u00f6\u00dfere Bedeutung zu. Dies gilt umso mehr, als \u00a7 1 Abs. 1 des Onlinezugangsgesetzes (OZG) vorschreibt, dass alle Verwaltungsdienstleistungen bis Ende des Jahres 2022 digital angeboten werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Hierf\u00fcr soll k\u00fcnftig verst\u00e4rkt Open-Source-Software eingesetzt werden. Das sind Programme, deren Quellcode \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich ist und deren Lizenz die Verwendung, Weitergabe und Ver\u00e4nderung erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Europaweit steigen immer mehr \u00f6ffentliche Verwaltungen auf Open Source um. So haben Anfang Oktober 2017 32 europ\u00e4ische Staaten in der \u201eErkl\u00e4rung von Tallinn\u201c unter anderem vereinbart, im Rahmen einer E-Government-Initiative m\u00f6glichst auf Open Source und offene Standards umzustellen.<\/p>\n<p>Auch viele deutsche Kommunen haben bereits auf Open-Source-Software umgestellt oder pr\u00fcfen derzeit die M\u00f6glichkeit eines Umstiegs.<\/p>\n<p>Ein Beispiel ist die Stadt Schw\u00e4bisch Hall, die bereits im Jahr 1997 einzelne Anwendungen auf Open-Source-Software umgestellt hat. Heute arbeiten die Verwaltung und die stadteigenen Betriebe fast fl\u00e4chendeckend \u2013 und mit durchweg positivem Ergebnis \u2013 mit Open-Source-Anwendungen.<\/p>\n<p>Open-Source-Produkte haben den Vorteil, dass die Betreuung der Software unabh\u00e4ngig vom Hersteller erfolgen kann. Das bedeutet: Sollte der Hersteller des Programms den Support nicht mehr \u00fcbernehmen k\u00f6nnen oder wollen, k\u00f6nnen dies andere Unternehmen tun.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass durch den Einsatz von Open-Source-Software die wirtschaftliche und politische Abh\u00e4ngigkeit von einzelnen Herstellern und Lizenzmodellen verhindert wird. Eine diversifizierte Strategie unter zunehmender Einbeziehung von Open-Source-Software vermeidet zudem Risiken durch eventuelle herstellerspezifische Sicherheitsl\u00fccken f\u00fcr die Gesamtheit der IT-Landschaft, indem Risiken auf einzelne Anwendungskomponenten eingrenzbar bleiben.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus kann jede*r eine Anpassung oder Erweiterung der Funktionalit\u00e4t des Programmes vornehmen. Dies erm\u00f6glicht einen Wettbewerb zwischen den Anbieter*innen von Support-Leistungen und erspart der Stadtverwaltung unter Umst\u00e4nden die aufw\u00e4ndige Migration von Daten in ein anderes Programm. Insbesondere durch die Verwendung offener Schnittstellen werden Aufgaben der Datenintegration deutlich vereinfacht.<\/p>\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n<p>Joschua Konrad, Christine Weber, Zoe Mayer, Johannes Honn\u00e9<\/p>\n<p>Der Antrag wurde unter TOP 10 der Gemeinderatssitzung vom 16. Juli 2019 behandelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag Die Stadtverwaltung verwendet zuk\u00fcnftig vorrangig Open-Source-Software einschlie\u00dflich offener Schnittstellen und offener Standards, um eine moderne und leistungsf\u00e4hige Verwaltung zu gew\u00e4hrleisten. 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