{"id":17519,"date":"2025-01-31T08:49:06","date_gmt":"2025-01-31T07:49:06","guid":{"rendered":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/?p=17519"},"modified":"2025-07-07T13:25:12","modified_gmt":"2025-07-07T11:25:12","slug":"kita-bedarfsplanung-aktualisieren-und-transparenter-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2025\/01\/kita-bedarfsplanung-aktualisieren-und-transparenter-machen\/","title":{"rendered":"Kita-Bedarfsplanung aktualisieren und transparenter machen"},"content":{"rendered":"\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Stadtverwaltung f\u00fchrt eine aktualisierte Elternbefragung durch, um die Bedarfe der Karlsruher Familien im Bereich der fr\u00fchkindlichen Bildung und Betreuung zielgerichteter zu erfassen.<br><br>a) Die bisherigen zugrundeliegenden Planungsgebiete werden im Vorfeld auf ihre Sinnhaftigkeit \u00fcberpr\u00fcft und gegebenenfalls angepasst.<br><br>b) Bei der neuen Elternbefragung werden zus\u00e4tzliche Informationen erhoben, die Einfluss auf die st\u00e4dtische Bedarfsplanung haben k\u00f6nnten \u2013 z.B. der Einfluss von zunehmenden Home-Office-M\u00f6glichkeiten, Gr\u00fcnde f\u00fcr die Nichtinanspruchnahme von Betreuungspl\u00e4tzen, steigende Bedarfe durch sich verschlechternde wirtschaftliche Bedingungen in Familien oder das Vorhandensein besonderer Unterst\u00fctzungsbedarfe.<br><br>c) Die Verwaltung erarbeitet ein Konzept, um eine m\u00f6glichst breite und repr\u00e4sentative Datenbasis f\u00fcr die Teilnahme an der Befragung zu gewinnen. Die Teilnahme soll f\u00fcr Familien aller Milieus m\u00f6glichst niedrigschwellig m\u00f6glich sein.<br><br>d) Die Ergebnisse der Umfrage werden im Transparenzportal der Stadt ver\u00f6ffentlicht.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Die Befragung wird k\u00fcnftig mindestens alle drei Jahre neu erhoben, um auf ver\u00e4nderte Bedarfssituationen und -trends schneller reagieren zu k\u00f6nnen. Alternativ kann auch eine fortw\u00e4hrende Erhebung der Daten in Form eines automatisierten Anschreibens aller Eltern mit Kindern eines entsprechenden Alters erfolgen.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Neben den Umfrageergebnissen werden k\u00fcnftig alle relevanten Daten zur Kita-Bedarfssituation (planungsgebietsscharfe Versorgungsquoten, Projekte in der Bedarfsplanung etc.) fortlaufend im st\u00e4dtischen Open Data Dashboard (Transparenzportal) ver\u00f6ffentlicht sowie anschaulich und maschinenlesbar aufbereitet.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Die neu hinzugef\u00fcgten Daten werden mit den bestehenden Datens\u00e4tzen im st\u00e4dtischen Kitaportal verkn\u00fcpft.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Die Sozial- und Jugendbeh\u00f6rde erarbeitet ein Konzept, wie k\u00fcnftig weitere Handlungsfelder, in denen sozialr\u00e4umliche Bedarfe erhoben und analysiert werden, in Form von Open Data Dashboards miteinander verkn\u00fcpft und transparent f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung zur Verf\u00fcgung gestellt werden k\u00f6nnen. Die Verwaltung berichtet dazu im Sozial- und Jugendhilfeausschuss.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Begr\u00fcndung\/Sachverhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der anhaltenden Versorgungsknappheit (Gesamtfehlbedarf an Kitapl\u00e4tzen f\u00fcr Kinder U3 und \u00dc3: 1.136 Pl\u00e4tze im Jahr 2022) besteht am Ausbau von Kitapl\u00e4tzen in unserer Stadt ein gro\u00dfes \u00f6ffentliches Interesse. Wie zuletzt bei der Forderung des Wettersbacher Ortschaftsrates zur zeitnahen Einrichtung einer Naturkita leiten sich aus diesem Missverh\u00e4ltnis zwischen Platzangebot und Nachfrage von Familien in den einzelnen Stadtteilen politische Handlungsaufforderungen an Stadtverwaltung und Stadtpolitik ab. Um diesem gro\u00dfen Interesse der \u00d6ffentlichkeit gerecht zu werden, braucht es zum einen eine bedarfsgerechtere Steuerung bei der Aufnahme neuer Projekte in die st\u00e4dtische Kita-Bedarfsplanung, zum anderen aber eine intensivere Kommunikation zwischen Stadtverwaltung, Politik und Familien in Karlsruhe.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Ausgangspunkt f\u00fcr die Erfassung der Bedarfssituation durch die Stadtverwaltung stellt eine Elternbefragung aus dem Jahr 2012 dar. Seither haben sich die Gesellschaft, die Arbeitswelt und damit die Bedarfe in den Familien dynamisch weiterentwickelt. Durch sich verschlechternde wirtschaftliche Situationen von Familien im Zuge verschiedener Krisen, durch ein ver\u00e4ndertes Mobilit\u00e4tsverhalten oder durch das Vorhandensein erh\u00f6hter Unterst\u00fctzungsbedarfe k\u00f6nnen sich die W\u00fcnsche der Familien in Bezug auf fr\u00fchkindliche Bildung und Betreuung ver\u00e4ndert haben. Auch die Bedarfe an zus\u00e4tzlichen F\u00f6rderangeboten, wie zum Beispiel Sprachf\u00f6rderung, haben sich seit der letzten Bedarfsabfrage ver\u00e4ndert. Die Bedarfe k\u00f6nnten so vor allem in Hinblick auf den gew\u00fcnschten Ort oder den Betreuungsumfang heute nicht mehr die gleichen sein wie vor dreizehn Jahren. Eine aktualisierte Elternbefragung sowie eine \u00dcberpr\u00fcfung der bisherigen Planungsgebiete f\u00fcr den Kitaausbau sehen wir daher als ersten Schritt, um die tats\u00e4chlichen Bedarfe von Familien bei der Neuplanung oder Erweiterung von Kitas k\u00fcnftig noch besser abzubilden.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem halten wir es f\u00fcr sinnvoll, die Bedarfe der Eltern k\u00fcnftig in k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden oder wenn m\u00f6glich sogar kontinuierlich abzufragen. Durch digitalisierte Verfahren oder automatisierte Anschreiben kann dies durch die Stadtverwaltung k\u00fcnftig in gr\u00f6\u00dferer Regelm\u00e4\u00dfig erfolgen. Ziel muss dabei indes auch sein, eine m\u00f6glichst repr\u00e4sentative Datenbasis zu erlangen, was eine besonders niedrigschwellige Ansprache von Familien aller Milieus erfordert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der mitunter gro\u00dfe Frust bei Familien aufgrund von Fehlbedarfen bei der Platzvergabe kann durch eine angepasste Kommunikationsstrategie seitens der Stadtverwaltung nicht aufgehoben werden. Dennoch k\u00f6nnen ein h\u00f6heres Ma\u00df an Transparenz und eine intensivere Kommunikation mit Eltern und Stadtpolitik einen gro\u00dfen Mehrwert darstellen. Die letzte umfangreichere Ver\u00f6ffentlichung der Bedarfssituation erfolgte 2022 mit dem st\u00e4dtischen Kita-Bericht, davor im Jahr 2017. Durch eine jeweils aktuelle stadtweite \u00dcbersicht zu Fehlbedarfen, daraus abgeleiteten Priorisierungen von Kita-Projekten in der Bedarfsplanung oder zum Umsetzungsstand bereits geplanter Kita-Projekte werden die Entscheidungen von Politik und Verwaltung f\u00fcr Eltern nachvollziehbarer. Au\u00dferdem bietet sich den politischen Entscheidungstr\u00e4ger*innen somit ebenfalls eine bessere Entscheidungsgrundlage f\u00fcr die k\u00fcnftige Projektplanung.<\/p>\n\n\n\n<p>Um diesen Anspr\u00fcchen gerecht zu werden, sollen k\u00fcnftig alle relevanten Daten in Bezug auf die Kita-Bedarfsplanung in Karlsruhe f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung einsehbar im st\u00e4dtischen Transparenzportal ver\u00f6ffentlicht werden. Daf\u00fcr eignen sich sogenannte Dashboards, die komplexe Datens\u00e4tze visuell ansprechend und leicht verst\u00e4ndlich pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen. \u00dcber die Transparenz f\u00fcr Eltern hinaus kann die Ver\u00f6ffentlichung und Verkn\u00fcpfung verschiedener Datens\u00e4tze dieser Art auch aus anderen Bereichen f\u00fcr Forschende oder die Sozial- und Jugendbeh\u00f6rde selbst neue Erkenntnisse \u00fcber sozialraumbezogene Bedarfe in Karlsruhe zu Tage bringen. Mit dem Beschluss der st\u00e4dtischen Digitalstrategie hat der Gemeinderat im Jahr 2023 bereits die n\u00f6tige Grundsatzentscheidung f\u00fcr den Aufbau eines professionellen strategischen Datenmanagements sowie der Etablierung einer Open Data Kultur in allen st\u00e4dtischen \u00c4mtern getroffen. Der vorliegende Antrag kann einen kleinen Schritt in Richtung der Umsetzung dieser Beschlusslage darstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n\n\n\n<p>Benjamin Bauer, Dr. Iris Sardarabady, Verena Anlauf, Jorinda Fahringer, Ivo Dujmovi\u0107<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrag wurde am <a href=\"https:\/\/sitzungskalender.karlsruhe.de\/db\/ratsinformation\/termin-10106#top5\">25. Juni 2025 im Jugendhilfeausschuss<\/a> beraten. Leider haben wir zu unserem Antrag eine ablehnende Stellungnahme der Stadtverwaltung erhalten, da diese die bestehende Planungs- und Informationsprozesse als ausreichend ansieht. Eine aktuelle Elternumfrage wurde als entbehrlich abgelehnt, jedoch ist diese aus unserer Sicht wichtig, da die Datenanalyse zur Kita-Bedarfsplanung auf Daten aus dem Jahr 2012 basiert. Seither hat sich die Arbeits- und Lebenswelt von Familien jedoch stark ge\u00e4ndert. Wir bleiben an dem Thema dran. Auch f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung der Umfrage auf dem Transparenzportal der Stadt werden wir uns weiter einsetzen.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Begr\u00fcndung\/Sachverhalt Aufgrund der anhaltenden Versorgungsknappheit (Gesamtfehlbedarf an Kitapl\u00e4tzen f\u00fcr Kinder U3 und \u00dc3: 1.136 Pl\u00e4tze im Jahr 2022) besteht am Ausbau von Kitapl\u00e4tzen in unserer Stadt ein gro\u00dfes \u00f6ffentliches Interesse. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":17520,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[7],"tags":[24,34,51],"class_list":["post-17519","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-antraege","tag-familien","tag-kinder-jugend","tag-soziales"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17519","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17519"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17519\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18101,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17519\/revisions\/18101"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17520"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17519"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17519"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17519"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}