{"id":17453,"date":"2025-01-14T12:38:56","date_gmt":"2025-01-14T11:38:56","guid":{"rendered":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/?p=17453"},"modified":"2025-07-02T11:02:17","modified_gmt":"2025-07-02T09:02:17","slug":"umsetzung-nationaler-aktionsplan-gegen-wohnungslosigkeit-2024-auf-kommunaler-ebene-wohnungs-und-obdachlosigkeit-in-karlsruhe-vermeiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2025\/01\/umsetzung-nationaler-aktionsplan-gegen-wohnungslosigkeit-2024-auf-kommunaler-ebene-wohnungs-und-obdachlosigkeit-in-karlsruhe-vermeiden\/","title":{"rendered":"Umsetzung Nationaler Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit 2024 auf kommunaler Ebene \u2013 Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Karlsruhe vermeiden"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Interfraktioneller Antrag zur \u00f6ffentlichenVorberatung<br>im Sozialausschuss:<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Stadtverwaltung erstellt in Ankn\u00fcpfung an das bestehende st\u00e4dtische Gesamtkonzept Wohnungslosenhilfe ein inhaltliches und zeitliches Erg\u00e4nzungskonzept, in dem dargestellt wird, welche Schritte erf\u00fcllt werden sollen, um dem Nationalen Aktionsplan (NAP) bis zum vorgegebenen Ziel 2030 zu entsprechen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Verwaltung entwickelt Vorschl\u00e4ge, wie mit den Bedarfen des steigenden Anteils Pflegebed\u00fcrftiger unter den Wohnungslosen umgegangen werden kann.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Stadtverwaltung ver\u00f6ffentlicht den Stand der Umsetzung im st\u00e4dtischen Open Data Dashboard f\u00fcr die B\u00fcrger*innen dauerhaft transparent und verst\u00e4ndlich. J\u00e4hrliche Zwischenst\u00e4nde werden unter Einbezug der in diesem Bereich aktiven Tr\u00e4ger im Sozialausschuss diskutiert.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Begr\u00fcndung\/Sachverhalt:<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Bundesregierung hat das Ziel, Obdach- und Wohnungslosigkeit in Deutschland bis 2030 zu \u00fcberwinden. 2023 waren in Europa mindestens 895.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. In Deutschland lebten laut dem Wohnungslosenbericht 2022 rund 262.000 Menschen ohne eigene Wohnung, darunter etwa 37.400 auf der Stra\u00dfe. In Karlsruhe sind laut aktueller Angabe der Stadtverwaltung seit mehreren Jahren konstant zwischen 550 und 600 Personen obdachlosenrechtlich untergebracht. Diese Zahlen verdeutlichen, wie dringend umfassende Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Wohnungslosigkeit erforderlich sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein zentrales Instrument daf\u00fcr ist der <a href=\"https:\/\/www.bmwsb.bund.de\/Webs\/BMWSB\/DE\/themen\/stadt-wohnen\/nap-gegen-wohnungslosigkeit\/nap-gegen-wohnungslosigkeit-node.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bmwsb.bund.de\/Webs\/BMWSB\/DE\/themen\/stadt-wohnen\/nap-gegen-wohnungslosigkeit\/nap-gegen-wohnungslosigkeit-node.html\">Nationale Aktionsplan zur \u00dcberwindung der Wohnungslosigkeit <\/a>(NAP), der die Zusammenarbeit von Bund, L\u00e4ndern und Kommunen f\u00f6rdert. Ziel ist es, jedem von Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen bis 2030 ein passendes Wohnungsangebot zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um sicherzustellen, dass Karlsruhe die Ziele des NAP bis 2030 erf\u00fcllt, m\u00f6chten wir, dass die Stadtverwaltung konkrete Schritte unternimmt. Erstens soll sie aufzeigen, wie es gelingen kann, dass jede wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Person in Karlsruhe bis 2030 ein passendes Wohnungsangebot erh\u00e4lt. Dies erfordert ein Konzept, das die erforderlichen Anstrengungen der Stadtverwaltung in verschiedenen Bereichen beschreibt und L\u00f6sungen entwickelt, um bestehende Unterst\u00fctzungsangebote auszubauen oder neue zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Insbesondere ist es wichtig, eine L\u00f6sung f\u00fcr die wachsende Zahl pflegebed\u00fcrftiger Wohnungsloser zu finden. Im ehemaligen Hotel Anker z.B. ist die Pflegem\u00f6glichkeit nicht sichergestellt. Weder ist es barrierefrei noch sind die baulichen Voraussetzungen gegeben. Drittens soll die Stadtverwaltung ein j\u00e4hrliches Monitoring zum Grad der Umsetzung der Ziele durchf\u00fchren. Dies wird es erm\u00f6glichen, den Fortschritt zu verfolgen und sicherzustellen, dass die Ma\u00dfnahmen rechtzeitig angepasst werden, falls Hindernisse auftreten. Um die st\u00e4dtischen Ma\u00dfnahmen auch den B\u00fcrger*innen gegen\u00fcber m\u00f6glichst transparent zu kommunizieren, sollen die Fortschritte zudem regelm\u00e4\u00dfig im st\u00e4dtischen Open Data Dashboard ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse dieses Monitorings werden im Sozialausschuss diskutiert, wobei die in diesem Bereich aktiven Tr\u00e4ger*innen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft einbezogen werden. Durch diesen partizipativen Ansatz wird die effektive Zusammenarbeit aller relevanten Akteur*innen gef\u00f6rdert und die Handlungsf\u00e4higkeit vor Ort gest\u00e4rkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine zentrale Herausforderung bleibt der Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Um dem entgegenzuwirken, hat der Bund bis 2026 rund 14,5 Milliarden Euro f\u00fcr den sozialen Wohnungsbau bereitgestellt. Doch allein finanzielle Mittel reichen nicht aus \u2013 die Umsetzung auf kommunaler Ebene ist entscheidend.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kommunen spielen eine Schl\u00fcsselrolle bei der Bek\u00e4mpfung von Wohnungslosigkeit. Sie sind die direkten Ansprechpartner*innen f\u00fcr Betroffene und verf\u00fcgen \u00fcber die notwendigen Strukturen, um vor Ort Ma\u00dfnahmen umzusetzen. Ihre Aufgaben umfassen die Koordinierung von Hilfsangeboten und die Integration wohnungsloser Menschen in langfristige Wohnl\u00f6sungen. Zudem m\u00fcssen sie den Bau von bezahlbarem Wohnraum f\u00f6rdern, ebenso die Nutzung von Leerstand und flexibel auf spezielle Bed\u00fcrfnisse \u2013 wie die von pflegebed\u00fcrftigen Wohnungslosen \u2013 reagieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch regelm\u00e4\u00dfiges Monitoring und die enge Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen k\u00f6nnen Kommunen sicherstellen, dass die Ziele des Nationalen Aktionsplans erreicht werden. Damit tragen sie ma\u00dfgeblich zur \u00dcberwindung der Wohnungslosigkeit bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n\n\n\n<p>Yvette Melchien, Mathias Tr\u00f6ndle und SPD-Fraktion<\/p>\n\n\n\n<p>Aljoscha L\u00f6ffler, Verena Anlauf und Fraktion Gr\u00fcne<\/p>\n\n\n\n<p>L\u00fcppo Cramer, Sonja D\u00f6ring, Michael Haug und KAL-Fraktion<\/p>\n\n\n\n<p>Anne Berghoff und Franziska Buresch und Fraktion Die Linke<\/p>\n\n\n\n<p>Kien Nguyen und Volt-Fraktion<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/sitzungskalender.karlsruhe.de\/db\/ratsinformation\/termin-10107#top2\">Der Antrag wird am 9. Juli 2025 im Sozialausschuss unter TOP 2 beraten<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interfraktioneller Antrag zur \u00f6ffentlichenVorberatungim Sozialausschuss: Begr\u00fcndung\/Sachverhalt: Die Bundesregierung hat das Ziel, Obdach- und Wohnungslosigkeit in Deutschland bis 2030 zu \u00fcberwinden. 2023 waren in Europa mindestens 895.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. 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