{"id":1742,"date":"2019-05-08T00:00:00","date_gmt":"2019-05-07T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2019\/05\/gruene-keine-sanktionen-gegenueber-hartz-iv-empfaengerinnen-oder-nur-unter-vorbehalt-bundesverfassungsgerichts-entscheidung-zu-existenzminimum-noch-offen\/"},"modified":"2020-07-27T17:02:18","modified_gmt":"2020-07-27T15:02:18","slug":"gruene-keine-sanktionen-gegenueber-hartz-iv-empfaengerinnen-oder-nur-unter-vorbehalt-bundesverfassungsgerichts-entscheidung-zu-existenzminimum-noch-offen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2019\/05\/gruene-keine-sanktionen-gegenueber-hartz-iv-empfaengerinnen-oder-nur-unter-vorbehalt-bundesverfassungsgerichts-entscheidung-zu-existenzminimum-noch-offen\/","title":{"rendered":"GR\u00dcNE: Keine Sanktionen gegen\u00fcber Hartz IV-Empf\u00e4nger*innen oder nur unter Vorbehalt Bundesverfassungsgerichts-Entscheidung zu Existenzminimum noch offen"},"content":{"rendered":"<p>Die GR\u00dcNE Gemeinderatsfraktion <a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2019\/05\/sanktionen-gegen-leistungsberechtigte-nach-sgb-ii-hartz-iv-unter-dem-vorbehalt-der-vorlaeufigkeit-aussprechen-antrag-sachverhalt-begruendung\/\">beantragt,<\/a> dass das Jobcenter Stadt Karlsruhe Sanktionsbescheide f\u00fcr Hartz IV-Empf\u00e4nger*innen mit einem Vorl\u00e4ufigkeitsvermerk versieht. Sanktionen werden verh\u00e4ngt, wenn Betroffene bestimmte Verhaltens- oder Meldepflichten nicht einhalten.<\/p>\n<p>Derzeit verhandelt das Bundesverfassungsgericht \u00fcber eine Klage vor dem Sozialgericht Gotha (Az.: S 15 AS5157\/14), in der es darum geht, ob eine K\u00fcrzung von Hartz IV-Leistungen, die selbst lediglich das soziokulturelle Existenzminimum gew\u00e4hrleisten, mit der grundgesetzlich gesicherten Menschenw\u00fcrde vereinbar ist. Au\u00dferdem seien durch unzureichende Mittel f\u00fcr die Ern\u00e4hrung auch das Recht auf Leben und k\u00f6rperliche Unversehrtheit der betroffenen Arbeitslosen bedroht, so das Sozialgericht Gotha weiter.<\/p>\n<p>Michael Borner, sozialpolitischer Sprecher der GR\u00dcNEN, erl\u00e4utert: \u201eBei einem solchen Vorbehalt m\u00fcssen die Betroffenen nicht gegen jede einzelne Sanktion Widerspruch einlegen. Sie k\u00f6nnen von einer positiven Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts dann r\u00fcckwirkend profitieren.\u201c<\/p>\n<p>Laut der Karlsruher Hartz-IV-Sanktionsstatistik f\u00fcr das Jahr 2018 waren im Jahresdurchschnitt \u00fcber 550 erwerbst\u00e4tige Empf\u00e4nger*innen von Hartz-IV-Leistungen von K\u00fcrzungen betroffen. Darunter waren rund 160 Familien mit Kindern, davon ca. 35 Familien mit mindestens einem Kind unter drei Jahren. Knapp 50 Personen wurden die Leistungen sogar zeitweise zu 100 % gestrichen.<\/p>\n<p>Verena Anlauf, ebenfalls soziale Fachsprecherin der GR\u00dcNEN f\u00fcgt an: \u201cDie Erfahrung zeigt, dass einige der sanktionierten Personen an psychischen Erkrankungen leiden bzw. alkohol- oder drogenabh\u00e4ngig sind. Bei diesen Menschen besteht die Gefahr, dass sie sich bei Sanktionen noch st\u00e4rker zur\u00fcckziehen und noch weniger offen daf\u00fcr sind, Hilfe anzunehmen.\u201c<\/p>\n<p>Die GR\u00dcNEN wollen, dass das Grundrecht auf Existenzsicherung einfach und zuverl\u00e4ssig wahrgenommen werden kann. Jobcenter sollen zu echten Dienstleistern der Arbeitsuchenden werden und auch in diesen F\u00e4llen kooperativ mit ihnen zusammenarbeiten: \u201eWir st\u00e4rken die Rechte der Leistungsberechtigten und setzen in der Grundsicherung nicht auf Sanktionen, sondern auf Motivation, Anerkennung und Beratung.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die GR\u00dcNE Gemeinderatsfraktion beantragt, dass das Jobcenter Stadt Karlsruhe Sanktionsbescheide f\u00fcr Hartz IV-Empf\u00e4nger*innen mit einem Vorl\u00e4ufigkeitsvermerk versieht. Sanktionen werden verh\u00e4ngt, wenn Betroffene bestimmte Verhaltens- oder Meldepflichten nicht einhalten. 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