{"id":17157,"date":"2024-10-09T15:11:39","date_gmt":"2024-10-09T13:11:39","guid":{"rendered":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/?p=17157"},"modified":"2025-03-11T12:35:08","modified_gmt":"2025-03-11T11:35:08","slug":"uebertragung-des-bielefelder-modells-zum-selbstbestimmten-wohnen-vom-rintheimer-feld-auf-andere-karlsruher-stadtteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2024\/10\/uebertragung-des-bielefelder-modells-zum-selbstbestimmten-wohnen-vom-rintheimer-feld-auf-andere-karlsruher-stadtteile\/","title":{"rendered":"\u00dcbertragung des Bielefelder Modells zum selbstbestimmten Wohnen vom Rintheimer Feld auf andere Karlsruher Stadtteile"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anfrage: <\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Welches sind aus Sicht der Stadtverwaltung die Vor- und Nachteile des Bielefelder Modells?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie sind die Erfahrungen mit der Anwendung des Bielefelder Modells durch AWO und Volkswohnung in Rintheim?<\/li>\n\n\n\n<li>In welchen weiteren Stadtteilen oder Quartieren kann das Modell sinnvoll angewendet werden?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Schritte w\u00e4ren notwendig, um das Bielefelder Modell auch in anderen Stadtteilen\/Quartieren einzuf\u00fchren?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Ressourcen w\u00e4ren daf\u00fcr notwendig?<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sachverhalt\/Begr\u00fcndung: <\/h2>\n\n\n\n<p>Um die \u00e4ltere Generation gut zu versorgen und m\u00f6glichst lange selbstbestimmt wohnen zu k\u00f6nnen, sollten verschiedene Modelle in Karlsruhe angewandt und ausgebaut werden. Das sogenannte Bielefelder Modell gilt als eines der \u00e4ltesten und bew\u00e4hrten Konzepte der altersgerechten Quartiersentwicklung und wurde mittlerweile bundesweit in vielen St\u00e4dten \u00fcbernommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Besonderheit des Bielefelder Modells ist ein quartiersbezogener Ansatz. Die \u00e4lteren Menschen, die dort wohnen, k\u00f6nnen je nach Bedarf Dienstleistungen in Anspruch nehmen, ohne eine Servicepauschale zu bezahlen. Einbezogen in bestehende Wohnquartiere und in guter infrastruktureller Anbindung bietet es \u00e4lteren Menschen oder Menschen mit Behinderung barrierefreie Wohnungen, kombiniert mit Wohncaf\u00e9s als Begegnungsort, die allen Menschen in der Nachbarschaft offenstehen. Gleichzeitig bietet ein sozialer Dienstleister ein umfassendes Leistungsangebot und Versorgungssicherheit im Quartier. Auf die Hilfs- und Betreuungsangebote k\u00f6nnen alle Mieter*innen zur\u00fcckgreifen, m\u00fcssen diese aber nur im tats\u00e4chlichen Bedarfsfall bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Konzept des Bielefelder Modells sind viele Vorteile f\u00fcr \u00c4ltere und allgemein Pflegebed\u00fcrftige, wie auch f\u00fcr die Quartiersarbeit insgesamt, verbunden \u2013 wie in dem preisgekr\u00f6nten Ansatz in Rintheim zu beobachten ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2012 betreibt die AWO Karlsruhe in Kooperation mit der Volkswohnung das Quartiersprojekt \u201cGut versorgt daheim \u2013 selbstbestimmt wohnen ohne Betreuungspauschale\u201d im Rintheimer Feld. Die AWO koordiniert vor Ort Hilfe und Betreuungsangebote und pflegt die Menschen im Quartier rund um die Uhr \u2013 zuhause oder in den f\u00fcnf daf\u00fcr von der Volkswohnung umgebauten Wohnungen im Hochhaus an der Heilbronner Stra\u00dfe 22.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf eigens daf\u00fcr erweiterten Fl\u00e4chen im Erdgeschoss eines Geb\u00e4udes bietet die AWO Karlsruhe ein umfangreiches Angebot: In der ganzt\u00e4gig ge\u00f6ffneten Einrichtung gibt sie u.a. Tipps f\u00fcr Alltagsorganisation, informiert \u00fcber Pflegedienstleistungen oder ber\u00e4t Menschen mit Behinderungen. Im Wohn-Caf\u00e9 kann man Kontakte kn\u00fcpfen, gemeinsam kochen und essen sowie Veranstaltungen und nachbarschaftliche Hilfen organisieren. Das Projekt wird von vielen ehrenamtlich engagierten Menschen unterst\u00fctzt. Der wirtschaftliche Vorteil f\u00fcr die Versorgungsanbieter*innen (ambulante Pflege, hauswirtschaftliche Angebote usw.) liegt darin, dass die Wege innerhalb eines Quartiers kurz sind und die Aufgaben teilweise sogar zu Fu\u00df erledigt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da das Bielefelder Modell in Rintheim sehr gut funktioniert und f\u00fcr Versorgungssicherheit innerhalb des Quartiers bei \u00e4lteren und pflegebed\u00fcrftigen Menschen sorgt, stellt sich die Frage, ob dieses Modell auf weitere Quartiere in Karlsruhe \u00fcbertragen werden kann. Hierzu k\u00e4me z.B. das M\u00fchlburger Feld mit mehreren Wohnbl\u00f6cken im Besitz der Volkswohnung in Betracht oder auch Quartiere der Hardtwaldsiedlung oder anderer Wohnungsbaugenossenschaften.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den vielen genannten Vorteilen des Bielefelder Modells stellt sich grunds\u00e4tzlich jedoch die Frage, inwieweit seitens der Verwaltung auch Nachteile darin zu sehen sind, dass als Nebeneffekt dieses Modells ein Versorgungsanbieter auf Dauer zum fast alleinigen Anbieter in einem Quartier wird. Daher ist die Einsch\u00e4tzung von allgemeinem Interesse, inwieweit das Verh\u00e4ltnis von Vor- und eventuellen Nachteilen aus fachlicher Perspektive zu beurteilen ist, bevor eine Ausweitung des Modells beschlossen werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n\n\n\n<p>Verena Anlauf, Ivo Dujmovi\u0107, Benjamin Bauer,<br><br>Jorinda Fahringer, Dr. Susanne Heynen, Dr. Sonja Klingert<br><br><a href=\"https:\/\/sitzungskalender.karlsruhe.de\/db\/ratsinformation\/termin-9533#top32\">Die Anfrage wurde bei der Gemeinderatssitzung am 19. November beantwortet. <\/a> Die Stellungnahme ermutigt uns, das Anliegen mit einem Pr\u00fcfantrag weiter voranzutreiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfrage: Sachverhalt\/Begr\u00fcndung: Um die \u00e4ltere Generation gut zu versorgen und m\u00f6glichst lange selbstbestimmt wohnen zu k\u00f6nnen, sollten verschiedene Modelle in Karlsruhe angewandt und ausgebaut werden. Das sogenannte Bielefelder Modell gilt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":17158,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[8],"tags":[49,51,63],"class_list":["post-17157","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anfragen","tag-seniorinnen","tag-soziales","tag-wohnen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17157","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17157"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17157\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17316,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17157\/revisions\/17316"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17158"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17157"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17157"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17157"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}