{"id":16694,"date":"2024-05-14T10:20:09","date_gmt":"2024-05-14T08:20:09","guid":{"rendered":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/?p=16694"},"modified":"2025-06-10T11:09:22","modified_gmt":"2025-06-10T09:09:22","slug":"verbesserung-der-ambulanten-wohnortnahen-medizinischen-versorgung-mittels-medizinischer-versorgungszentren-mvz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2024\/05\/verbesserung-der-ambulanten-wohnortnahen-medizinischen-versorgung-mittels-medizinischer-versorgungszentren-mvz\/","title":{"rendered":"Verbesserung der ambulanten wohnortnahen medizinischen Versorgung mittels Medizinischer Versorgungszentren (MVZ)"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anfrage: <\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Welche M\u00f6glichkeiten hat die Stadtverwaltung, um die Gr\u00fcndung von Medizinischen Versorgungszentren zu unterst\u00fctzen?<br><br><\/li>\n\n\n\n<li>Welche Vor- und Nachteile hat die Gr\u00fcndung eines oder mehrerer MVZ durch die Stadt bzw. der Ausbau des MVZ des St\u00e4dtischen Klinikums?<br><br><\/li>\n\n\n\n<li>Welche anderen M\u00f6glichkeiten zu einer ausreichenden und wohnortnahen Versorgung anstatt eines MVZ gibt es, welche die Stadtverwaltung unterst\u00fctzen k\u00f6nnte?<br><br><\/li>\n\n\n\n<li>Welche M\u00f6glichkeiten der Unterst\u00fctzung zur Gr\u00fcndung von MVZ durch Land und Bund gibt es?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachverhalt\/Begr\u00fcndung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Durch das Versorgungsst\u00e4rkungsgesetz sind seit 2015 auch MVZ (Medizinische Versorgungszentren) in kommunaler Tr\u00e4gerschaft m\u00f6glich. Rund 30 Kommunen in Deutschland haben bereits ein MVZ gegr\u00fcndet, um der nicht ausreichenden ambulanten medizinischen Versorgung entgegenzutreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Ausschuss f\u00fcr Umwelt und Gesundheit am 22. M\u00e4rz 2024 wurde unter TOP 1 (https:\/\/sitzungskalender.karlsruhe.de\/db\/ratsinformation\/termin-9679#top1) u.a. dargestellt, dass auch in Karlsruhe in der Allgemeinmedizin nicht alle Kassensitze besetzt sind und sich durch den demographischen Wandel k\u00fcnftig ein noch gr\u00f6\u00dferer Mangel abzeichnet. Auch ergab sich das Bild, dass junge \u00c4rzt*innen heute oft anders arbeiten wollen und sich selbst nicht oder nicht so fr\u00fch selbstst\u00e4ndig niederlassen m\u00f6chten. So geraten Medizinische Versorgungszentren immer mehr in den Fokus.<br><br>In einem MVZ arbeiten mehrere ambulant t\u00e4tige \u00c4rzt*innen in einer Organisation kooperativ, meist als Angestellte, zusammen. Oft sind somit hier die Inhaberschaft und die \u00e4rztliche T\u00e4tigkeit organisatorisch voneinander getrennt. \u00c4rzt*innen wollen sich weniger mit der Verwaltung befassen, sondern die Zeit den Patient*innen widmen. Arbeiten mehrere \u00c4rzt*innen gemeinsam in einem Zentrum, k\u00f6nnen bestimmte Strukturen geteilt und Synergien genutzt werden. Verwaltungsabl\u00e4ufe k\u00f6nnen so anders strukturiert und teilweise auch delegiert werden. Auch k\u00f6nnen \u00c4rzt*innen sich hier schneller sowie einfacher gegenseitig beraten und unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wohnortnahe medizinische Versorgung ist f\u00fcr das Wohl der Menschen in unserer Stadt von gro\u00dfer Bedeutung. Auch wenn dies keine prim\u00e4re st\u00e4dtische Aufgabe ist, sollte dieses wichtige Thema im Fokus der Stadtpolitik bleiben. So ist es uns wichtig zu erfahren, welche M\u00f6glichkeiten die Stadtverwaltung zur Unterst\u00fctzung beim Aufbau eines MVZ hat. Gerade die Gr\u00fcndung und die Suche nach passenden R\u00e4umen gestalten sich schwierig. F\u00fcr ein gr\u00f6\u00dferes Zentrum braucht es ausreichend Platz und Kapital f\u00fcr die Investition. Da bedarf es kreativer L\u00f6sungen, wie die F\u00f6rderung des Austauschs mehrerer \u00c4rzt*innen, die an der Arbeit in einem solchen MVZ interessiert sind. Auch \u00fcber die Gr\u00fcndung einer Genossenschaft k\u00f6nnte die Tr\u00e4gerschaft eines MVZ sichergestellt werden. Daher ist es wichtig, dass die Stadtverwaltung aufzeigt, wie hier eine st\u00e4dtische Unterst\u00fctzung aussehen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Nachteil gro\u00dfer MVZ ist jedoch, dass hierf\u00fcr viel Kapital ben\u00f6tigt wird. Dies erschwert einer Kommune, aber auch einzelnen \u00c4rzt*innen eine solche Gr\u00fcndung. Die kapitalintensive Gr\u00fcndung von MVZ ist f\u00fcr Gro\u00dfkonzerne einfacher, die diese selbst betreiben und oft nur an einer Gewinnmaximierung interessiert sind. Zudem werden dann h\u00e4ufig die \u00e4rztlichen Gestaltungsspielr\u00e4ume massiv eingeschr\u00e4nkt. Beim St\u00e4dtischen Klinikum Karlsruhe hat der Gemeinderat bisher eine solche \u00dcbernahme daher aus gutem Grund abgelehnt. Eine Beratung, die Vernetzung einzelner \u00c4rzt*innen und Akteur*innen sowie die Organisation in Form einer Genossenschaft k\u00f6nnen unter anderem Wege sein, um den Einstieg von Gro\u00dfkonzernen in die ambulante Gesundheitsversorgung einzud\u00e4mmen. F\u00fcr uns ist aber auch von Interesse, welche anderen Formen der kooperativen und ambulanten Gesundheitsversorgung es alternativ gibt, die die Stadt unterst\u00fctzen k\u00f6nnte. Zudem sind weitere Unterst\u00fctzungsangebote, gerade auch finanziell, von Bund und Land daher von besonderer Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n\n\n\n<p>Niko Riebel, Verena Anlauf, Jorinda Fahringer<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Wir erhielten zur Gemeinderatssitzung am  16. Juli 2024 eine<a href=\"https:\/\/sitzungskalender.karlsruhe.de\/db\/ratsinformation\/termin-9528#top29\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> ausf\u00fchrliche Stellungnahme<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfrage: Sachverhalt\/Begr\u00fcndung: Durch das Versorgungsst\u00e4rkungsgesetz sind seit 2015 auch MVZ (Medizinische Versorgungszentren) in kommunaler Tr\u00e4gerschaft m\u00f6glich. Rund 30 Kommunen in Deutschland haben bereits ein MVZ gegr\u00fcndet, um der nicht ausreichenden [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":16695,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[8],"tags":[31,51],"class_list":["post-16694","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anfragen","tag-gesundheit","tag-soziales"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16694","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16694"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16694\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16840,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16694\/revisions\/16840"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16695"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16694"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16694"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}