{"id":1650,"date":"2018-03-29T00:00:00","date_gmt":"2018-03-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2018\/03\/gruene-wollen-schrittweise-gebuehrenfreie-kitas-in-karlsruhe-erreichen\/"},"modified":"2020-09-28T16:14:58","modified_gmt":"2020-09-28T14:14:58","slug":"gruene-wollen-schrittweise-gebuehrenfreie-kitas-in-karlsruhe-erreichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2018\/03\/gruene-wollen-schrittweise-gebuehrenfreie-kitas-in-karlsruhe-erreichen\/","title":{"rendered":"GR\u00dcNE wollen schrittweise geb\u00fchrenfreie Kitas in Karlsruhe erreichen"},"content":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcne Gemeinderatsfraktion <a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2018\/03\/stufenplan-fuer-gebuehrenfreie-kitas-in-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung\/\">beantragt<\/a>, dass die Stadtverwaltung einen Stufenplan f\u00fcr die schrittweise Absenkung der Kitageb\u00fchren entwickelt und dem Gemeinderat geeignete und berechenbare Modelle daf\u00fcr vorlegt. \u201eDer hohe Stellenwert der fr\u00fchkindlichen Bildung ist seit vielen Jahren bekannt. Es wird deshalb zu Recht beklagt, dass Kindertagesst\u00e4tten die einzige Bildungseinrichtung sind, f\u00fcr die Eltern Geb\u00fchren bezahlen m\u00fcssen\u201c, erl\u00e4utert Stadtr\u00e4tin Renate Rast\u00e4tter, zust\u00e4ndig f\u00fcr Bildung und Jugendhilfe, das Anliegen der Gr\u00fcnen Fraktion. \u201ePerspektivisch soll der beantragte Stufenplan zu einer weitgehenden Geb\u00fchrenfreiheit f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIn Karlsruhe sind die Kitageb\u00fchren durch die Geschwisterkindregelung und weitere Erm\u00e4\u00dfigungen bereits sozialvertr\u00e4glich ausgestaltet\u201c, betont Dr. Ute Leidig, Fraktionsvorsitzende der Gr\u00fcnen. \u201eInsoweit bestehen gute Voraussetzungen, jetzt mit einem Stufenplan zur weiteren Absenkung zu beginnen.\u201c Der Zeitpunkt sei auch deshalb geeignet, weil sich durch die Haushaltskonsolidierung der letzten zwei Jahre finanzielle Spielr\u00e4ume er\u00f6ffnet haben. Au\u00dferdem sei davon auszugehen, dass sowohl das Land als auch der Bund ihre finanziellen Zuweisungen f\u00fcr die fr\u00fche Bildung erh\u00f6hen werden. Entsprechende Ank\u00fcndigungen l\u00e4gen bereits vor.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen verweisen darauf, dass derzeit die Geb\u00fchren in den einzelnen Einrichtungen unterschiedlich hoch sind. \u201eBei 90 % freien Kitas und nur 10 % kommunalen Kitas haben die Eltern in Karlsruhe faktisch keine Wahlwahlfreit zwischen einer st\u00e4dtischen Kita oder der eines freien Tr\u00e4gers\u201c, so Rast\u00e4tter. Die Gr\u00fcnen fordern deshalb aus Gr\u00fcnden der Bildungsgerechtigkeit, dass bei Absenkung der Kitageb\u00fchren die Geb\u00fchren f\u00fcr ein Standardangebot einheitlich ausgestaltet werden, unabh\u00e4ngig davon, ob das Kind die Kita eines freien Tr\u00e4gers oder eine st\u00e4dtische Kita besucht. Dazu m\u00fcsse das Standardangebot im Detail definiert werden. Dieses m\u00fcsse am Ende v\u00f6llig geb\u00fchrenfrei sein. Dar\u00fcber hinaus gehende Wahlangebote wie bilinguale oder p\u00e4dagogische Zusatzangebote sowie die Essensversorgung m\u00fcssten weiterhin von den Eltern bezahlt werden. Dies werde auch so in den L\u00e4ndern und St\u00e4dten gehandhabt, die bereits eine Geb\u00fchrenfreiheit f\u00fcr ein Standardangebot eingef\u00fchrt haben das etwa f\u00fcnf, sechs oder zehn Stunden am Tag umfasst.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Gr\u00fcnen ist allerdings entscheidend, dass keine Abstriche bei der Qualit\u00e4t der Kindertagesst\u00e4tten gemacht werden d\u00fcrfen. \u201eQualit\u00e4tsverbesserungen wie Sprachf\u00f6rderung und inklusive Ausgestaltung m\u00fcssen auch k\u00fcnftig konsequent fortgesetzt werden\u201c, fordern die beiden Stadtr\u00e4tinnen. Das werde aber nur gelingen, wenn Bund und Land ihre finanziellen Verpflichtungen f\u00fcr sozial gerechte Bildungschancen aller Kinder auch einl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen sehen dabei einen grunds\u00e4tzlichen Handlungsbedarf. Es zeige sich, dass die Geb\u00fchrenstrukturen zwischen den Kommunen und Bundesl\u00e4ndern immer heterogener w\u00fcrden. Das Auseinandergehen bei den Elterngeb\u00fchren f\u00fcr die fr\u00fche Bildung erweise sich zunehmend als sozial ungerecht. Erste Bundesl\u00e4nder wie Rheinland-Pfalz und Hessen sowie einige St\u00e4dte in Baden-W\u00fcrttemberg h\u00e4tten die Kitageb\u00fchren f\u00fcr die letzten drei Kitajahre f\u00fcr ein Standardangebot abgeschafft. \u201eDiese Entwicklung hat zur Folge, dass es immer st\u00e4rker vom Zufall des Wohnorts der Eltern abh\u00e4ngt, ob und wie viel sie f\u00fcr den Kitabesuch ihrer Kinder bezahlen m\u00fcssen\u201c, so Leidig und Rast\u00e4tter. \u201eZur L\u00f6sung dieses Problems sind Bund und L\u00e4nder gefragt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcne Gemeinderatsfraktion beantragt, dass die Stadtverwaltung einen Stufenplan f\u00fcr die schrittweise Absenkung der Kitageb\u00fchren entwickelt und dem Gemeinderat geeignete und berechenbare Modelle daf\u00fcr vorlegt. \u201eDer hohe Stellenwert der fr\u00fchkindlichen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[12],"tags":[17,34],"class_list":["post-1650","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-pressemeldungen","tag-bildung","tag-kinder-jugend"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1650","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1650"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1650\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9694,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1650\/revisions\/9694"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1650"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1650"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1650"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}