{"id":1615,"date":"2017-06-22T00:00:00","date_gmt":"2017-06-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2017\/06\/gruene-verbindliche-frauenquote-ist-richtig-und-wichtig-bei-aktuellem-genderranking-deutscher-grossstaedte-belegt-karlsruhe-drittletzten-platz\/"},"modified":"2020-10-28T10:35:09","modified_gmt":"2020-10-28T09:35:09","slug":"gruene-verbindliche-frauenquote-ist-richtig-und-wichtig-bei-aktuellem-genderranking-deutscher-grossstaedte-belegt-karlsruhe-drittletzten-platz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2017\/06\/gruene-verbindliche-frauenquote-ist-richtig-und-wichtig-bei-aktuellem-genderranking-deutscher-grossstaedte-belegt-karlsruhe-drittletzten-platz\/","title":{"rendered":"GR\u00dcNE: verbindliche Frauenquote ist richtig und wichtig!"},"content":{"rendered":"<h2> Bei aktuellem Genderranking deutscher Gro\u00dfst\u00e4dte belegt Karlsruhe drittletzten Platz<\/h2>\n<p>Es ist immer noch nicht selbstverst\u00e4ndlich, dass Frauen Politik machen. Bei B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN sind die Listen mit Vorschl\u00e4gen von Kandidatinnen und Kandidaten, die sich z.B. f\u00fcr eine Kommunalwahl aufstellen lassen, deshalb schon lange quotiert. Das hei\u00dft, dass gleich viele Listenpl\u00e4tze abwechselnd an Frauen und M\u00e4nner vergeben werden. Dies f\u00fchrt dazu, dass die politischen Gremien zu einem hohen Anteil von Frauen besetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie wichtig diese Quotierung ist, zeigen die Ergebnisse des <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20201009202840\/https:\/\/www.boell.de\/de\/2017\/04\/28\/genderranking-deutscher-grossstaedte-2017-boellbrief-demokratiereform-3\">vierten Genderrankings<\/a> deutscher Gro\u00dfst\u00e4dte, das die FernUni Hagen im Auftrag der Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung erstellt hat. 73 Gro\u00dfst\u00e4dte der Bundesrepublik wurden anhand ihrer Frauenanteile an kommunalpolitischen F\u00fchrungspositionen \u2013 Oberb\u00fcrgermeister\/innenamt Dezernatsleitungen, Ausschuss- und Fraktionsvorsitze \u2013 sowie an den gesamten Ratsmitgliedern verglichen. Karlsruhe liegt bei diesem Ranking bedauerlicherweise auf dem drittletzten Platz. Im vorhergehenden Vergleich von 2013 belegte Karlsruhe noch den achtzehnten Platz und befand sich somit im obersten Viertel.<\/p>\n<p>\u201eDie verantwortlichen Wissenschaftler*innen der Studie sehen, wie wir Gr\u00fcne, eine gesetzlich festgelegte, verbindliche Quote als die entscheidende Ma\u00dfnahme an, um den Frauenanteil in Parlamenten und politischen Spitzenpositionen deutlich zu erh\u00f6hen\u201c, so Stadtr\u00e4tin Verena Anlauf, sozial- und genderpolitische Sprecherin der Fraktion. \u201eWenn die politisch entscheidenden Positionen parit\u00e4tisch besetzt sind, profitieren alle in der Gesellschaft. Mir als Gemeinder\u00e4tin ist es wichtig, dass die Interessen von Frauen und M\u00e4nnern sowie M\u00e4dchen und Jungen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen gleicherma\u00dfen ber\u00fccksichtigt werden. Dies kann z.B. Themen wie die F\u00f6rderung des regionalen Handwerks, eine bessere Unterst\u00fctzung f\u00fcr Alleinerziehende, das Gehwegparken, der Anteil von Frauen in der st\u00e4dtischen F\u00fchrungsebene, die Gendergerechte Sprache oder die F\u00f6rderung von sportmotorischen F\u00e4higkeiten f\u00fcr Grundsch\u00fcler*innen betreffen. Auch hat es einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualit\u00e4t in unserer Stadt, ob bei der Stadtplanung die Bed\u00fcrfnisse von Frauen, M\u00e4nnern und Kindern gleichberechtigt wahrgenommen werden\u201c, so Anlauf.<\/p>\n<p>Derzeit sind in Karlsruhe von 48 Gemeinderatsmitgliedern 14 weiblich. \u201eWir sind der Meinung, dass der Gemeinderat ein Spiegelbild der Gesellschaft sein sollte und Frauen stellen schlie\u00dflich nicht nur ein Drittel der Gesellschaft dar\u201c, erg\u00e4nzt Stadtrat Joschua Konrad, ebenfalls f\u00fcr Gleichstellungspolitik zust\u00e4ndiges Fraktionsmitglied.<\/p>\n<p>\u201eZiel muss es weiterhin sein, das Interesse am politischen Engagement auch bei Frauen zu wecken\u201c, so Stephanie Hugenschmidt vom Karlsruher Kreisverband der GR\u00dcNEN. Beim Genderranking wurden unter anderem die Frauenanteile in den Stadtr\u00e4ten aufgeschl\u00fcsselt nach Parteien untersucht. Spitzenreiter sind die Gr\u00fcnen mit der Erf\u00fcllung der 50-Prozent-Quote. \u201eWir freuen uns \u00fcber das Ergebnis und werden diese Strategie fortsetzen. Unsere gew\u00e4hlten Politikerinnen als Vorbilder und die quotierten Listen f\u00fcr Wahlvorschl\u00e4ge sollen Frauen ermutigen, politische Verantwortung zu \u00fcbernehmen\u201c, so Hugenschmidt.<\/p>\n<p>\u201eDie Botschaft des Genderranking ist eindeutig. Der Weg zu einer baldigen gleichberechtigten Teilhabe an der politischen Macht f\u00fchrt \u00fcber die Quote. Daher streben die GR\u00dcNEN in Baden-W\u00fcrttemberg die \u00c4nderung des Kommunalwahlrechtes an. Der grundgesetzlich verankerte Gleichstellungsauftrag des Staates hat f\u00fcr uns politisch eine so hohe Priorit\u00e4t, dass wir Frauen 50 Prozent der Listenpl\u00e4tze bei Kommunalwahlen garantieren&#8220;, so die Gr\u00fcnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei aktuellem Genderranking deutscher Gro\u00dfst\u00e4dte belegt Karlsruhe drittletzten Platz Es ist immer noch nicht selbstverst\u00e4ndlich, dass Frauen Politik machen. 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