{"id":1613,"date":"2017-06-13T00:00:00","date_gmt":"2017-06-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2017\/06\/gruene-setzen-sich-fuer-einen-masterplan-fuer-bienenschutz-und-biodiversitaet-ein\/"},"modified":"2020-07-30T10:35:56","modified_gmt":"2020-07-30T08:35:56","slug":"gruene-setzen-sich-fuer-einen-masterplan-fuer-bienenschutz-und-biodiversitaet-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2017\/06\/gruene-setzen-sich-fuer-einen-masterplan-fuer-bienenschutz-und-biodiversitaet-ein\/","title":{"rendered":"GR\u00dcNE setzen sich f\u00fcr einen Masterplan f\u00fcr Bienenschutz und Biodiversit\u00e4t ein"},"content":{"rendered":"<p>In einem <a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2017\/05\/bienen-schuetzen-masterplan-fuer-biodiversitaet-antrag-sachverhalt-begruendung\/\">Antrag fordert die Gr\u00fcne<\/a> Gemeinderatsfraktion, dass die bisherigen Naturschutzma\u00dfnahmen f\u00fcr den Schutz von Bienen geb\u00fcndelt und deutlich erweitert werden. Damit soll die Biodiversit\u00e4t in Karlsruhe insgesamt gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>Hintergrund des Gr\u00fcnen Antrags ist der erschreckende Insektenverlust der letzten Jahre. Vor allem die Anzahl und Artenvielfalt der Best\u00e4uber unter den Insekten, also der Wild- und Honigbienen, Hummeln und Schmetterlinge, gingen immer weiter zur\u00fcck. Auch die Zahl der V\u00f6gel in der freien Flur und in den St\u00e4dten sinke seit einigen Jahren drastisch. \u201eEs besteht kein Zweifel, dass der R\u00fcckgang der Insekten und V\u00f6gel eng mit dem Pestizideinsatz in der industrialisierten Landwirtschaft und dem Verlust ihrer Lebensr\u00e4ume zusammenh\u00e4ngt\u201c, so Renate Rast\u00e4tter, naturschutzpolitische Sprecherin der Fraktion. \u201eWir wollen das Bewusstsein f\u00fcr diese globale Problematik sch\u00e4rfen und einen Beitrag zur Verbesserung der Artenvielfalt in Karlsruhe leisten.\u201c<\/p>\n<p>Zwar sei die Stadt dabei schon aktiv, aber die Gr\u00fcnen halten weitere Ma\u00dfnahmen f\u00fcr erforderlich. Zum einen sollen Anreize f\u00fcr Bienenschutzma\u00dfnahmen gesetzt werden. Dabei sollen private Bienenweiden in G\u00e4rten, auf D\u00e4chern, auf Balkonen und \u00f6ffentlichen Fl\u00e4chen (u. a. Urban Gardening) sowie Umweltbildungsma\u00dfnahmen verst\u00e4rkt in Kitas, Schulen und Horten gef\u00f6rdert werden. Sie schlagen aber auch vor, dass die Stadt die Einrichtung von artenreichen einheimischen bienenfreundlichen Bl\u00fchwiesen und die Anlage von Kr\u00e4uter- und Staudenbeeten auf ihren Gr\u00fcnfl\u00e4chen, darunter auch dem Stadtgarten, weiter ausbaut. Diese sollen noch extensiver bewirtschaftet und das M\u00e4hgut konsequent abger\u00e4umt werden, um artenreiche Magerwiesen zu erhalten und auszuweiten.<\/p>\n<p>Zum Bedauern der Gr\u00fcnen seien Ma\u00dfnahmen zur Reduzierung und \u00dcberwindung des Einsatzes bienensch\u00e4dlicher Pestizide auf von der Stadtverwaltung verpachteten landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen bislang nicht ergriffen worden. In der Antwort auf einen Antrag der Gr\u00fcnen hatte die Stadtverwaltung mitgeteilt, ein Verbot bienengef\u00e4hrdender Pestizide k\u00f6nne nicht in die Pachtvertr\u00e4ge f\u00fcr kommunale Fl\u00e4chen aufgenommen werden. Andere St\u00e4dte haben aber gezeigt, dass dies sehr wohl geht, wenn der politische Wille dazu vorhanden ist. So hat die Stadt Dachau auf der Grundlage eines mit gro\u00dfer Mehrheit gefassten Gemeinderatsbeschlusses ein entsprechendes Verbot in ihre Pachtvertr\u00e4ge aufgenommen.<\/p>\n<p>\u201eWir halten es allerdings f\u00fcr zielf\u00fchrender, die Landwirte zu gewinnen und fordern deshalb die Einrichtung eines Runden Tisches mit den Karlsruher Haupt- und Nebenerwerbs-Landwirten. Dabei soll ein Verzicht auf hochgiftige Pestizide wie Neonicotinoide sowie Glyphosat erreicht werden\u201c, so Johannes Honn\u00e9, Fraktionsvorsitzender der Gr\u00fcnen. \u201eDamit dies gelingt, soll die Stadt die bienen- und vogelfreundliche landwirtschaftliche Bewirtschaftung sowie Umstellung auf \u00f6kologische Bewirtschaftung unterst\u00fctzen\u201c, erg\u00e4nzt Stadtr\u00e4tin Rast\u00e4tter. \u201eSchlie\u00dflich hat sich Karlsruhe dazu durch den Beitritt zum deutschen Biost\u00e4dtenetzwerk verpflichtet\u201c.<\/p>\n<p>Durch die Einrichtung eines Runden Tisches sehen die Gr\u00fcnen gro\u00dfe Chancen f\u00fcr die Kl\u00e4rung, ob und welche Pestizide derzeit eingesetzt werden und wie eine Umstellung auf einen \u00f6kologischen Betrieb erm\u00f6glicht werden k\u00f6nnte. \u201eAls Zwischenl\u00f6sungen bieten sich u. a. Lerchenfenster, Ackerrandstreifen mit einheimischem und regionalem Saatgut und \u00e4hnliche Ma\u00dfnahmen an. Einzelne Karlsruher Landwirte haben dazu bereits eine Vorreiterrolle \u00fcbernommen und sind in diese Richtung vorbildlich aktiv geworden\u201c, so Fraktionsvorsitzender Honn\u00e9.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Antrag fordert die Gr\u00fcne Gemeinderatsfraktion, dass die bisherigen Naturschutzma\u00dfnahmen f\u00fcr den Schutz von Bienen geb\u00fcndelt und deutlich erweitert werden. Damit soll die Biodiversit\u00e4t in Karlsruhe insgesamt gef\u00f6rdert werden. 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