{"id":1563,"date":"2016-07-01T00:00:00","date_gmt":"2016-06-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2016\/07\/gruene-veranstaltung-zur-gemeinschaftsschule-fand-grosse-resonanz-ergebnisse-der-begleitstudie-vorgestellt\/"},"modified":"2020-10-12T16:27:19","modified_gmt":"2020-10-12T14:27:19","slug":"gruene-veranstaltung-zur-gemeinschaftsschule-fand-grosse-resonanz-ergebnisse-der-begleitstudie-vorgestellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2016\/07\/gruene-veranstaltung-zur-gemeinschaftsschule-fand-grosse-resonanz-ergebnisse-der-begleitstudie-vorgestellt\/","title":{"rendered":"GR\u00dcNE Veranstaltung zur Gemeinschaftsschule fand gro\u00dfe Resonanz: Ergebnisse der Begleitstudie vorgestellt"},"content":{"rendered":"<p>In ihrer Begr\u00fc\u00dfung hob Stadtr\u00e4tin Renate Rast\u00e4tter hervor, dass es in Karlsruhe mit den vier Gemeinschaftsschulen Augustenburg-Gemeinschaftsschule Gr\u00f6tzingen, Drais-Gemeinschaftsschule in M\u00fchlburg, Anne-Frank-Gemeinschaftsschule in Oberreut, Ernst-Reuter-Gemeinschaftsschule in der Waldstadt bereits ein gutes Wahlangebot f\u00fcr die Familien gibt. Wichtig sei dabei die Qualit\u00e4t dieser neuen Schulform. Dazu hat die GR\u00dcNE Gemeinderatsfraktion Prof. Dr. Thorsten Bohl, Leiter der wissenschaftlichen Begleitstudie zur Gemeinschaftsschule, eingeladen. In der von rund 80 Personen besuchten Bildungsveranstaltung der GR\u00dcNEN Gemeinderatsfraktion stellte er die Ergebnisse dieser Studie im Detail vor.<\/p>\n<p>Prof. Bohl f\u00fchrte aus, dass in der internationalen Bildungsforschung unbestritten sei, dass eine fr\u00fche Trennung von Schulkindern in leistungsgestufte Schulformen bestehende soziale Ungleichheiten, etwa durch das Bildungsniveau der Herkunftsfamilie, verfestigt. Dies f\u00fchre zu individueller Ungerechtigkeit und zu einer mangelnden Aussch\u00f6pfung der Bildungspotenziale unserer Gesellschaft.<br \/>\nMit der Gemeinschaftsschule wurde deshalb eine neue Schulform eingef\u00fchrt, die allen Kindern individuelle F\u00f6rderung sowie Abschl\u00fcsse erm\u00f6glicht, die ihrer Leistungsf\u00e4higkeit und -bereitschaft entsprechen. Dies schlie\u00dft insbesondere auch Kinder mit besonderem F\u00f6rderbedarf mit ein.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Bohl betonte: \u201eHeterogenit\u00e4t gibt es heute in jeder Schule jeder Schulart. Die Gemeinschaftsschulen sind angetreten, um den Umgang damit professionell zu gestalten. Sie sind auf dem Weg \u2013 und von ihren Erfahrungen kann das gesamte Schulsystem profitieren!\u201c<\/p>\n<p>In der Diskussion wurde deutlich, dass es wichtig ist, dass Gemeinschaftsschulen auch gymnasiale Oberstufen anbieten k\u00f6nnen, um Sch\u00fclerInnen mit hoher Leistungsf\u00e4higkeit anspruchsvolle Angebote zu machen \u2013 und zu erreichen, dass durchl\u00e4ssige und motivierende Schulstrukturen entstehen.<\/p>\n<p>Die Zuh\u00f6rerInnen \u2013 unter ihnen sehr viele SchulleiterInnen, LehrerInnen, vor allem auch von Gemeinschaftsschulen, Eltern, Hochschullehrende sowie zahlreiche Mitglieder der GR\u00dcNEN Gemeinderatsfraktion \u2013 erfuhren mit gro\u00dfem Interesse, dass die Unterrichtsqualit\u00e4t sehr viel weniger von der Schulart an sich, sondern von der Qualit\u00e4t in der einzelnen Schule und der Kompetenz der Schulleitungen und Lehrkr\u00e4fte beeinflusst wird. Die Studie belegt, dass an Schulen, in denen die Schulleitung einen guten F\u00fchrungsstil aus\u00fcbt und im Kollegium eine enge fachliche und p\u00e4dagogische Kooperation gepflegt und st\u00e4ndig weiterentwickelt wird, diese Qualit\u00e4t stabiler und insgesamt h\u00f6her ist.<\/p>\n<p>Aus der Studie k\u00f6nnen sechs wesentliche Bereiche zur Weiterqualifizierung von LehrerInnen abgeleitet werden: unter anderem der Umgang mit behinderten Kindern, die Entwicklung von Beurteilungssystemen jenseits von Schulnoten, der didaktische Umgang mit unterschiedlichen Kindern, der gezielte Einsatz von individualisierten Lernformen. Prof. Bohl bewertet es als positiv, dass diese Empfehlungen durch das Kultusministerium als Themen f\u00fcr die LehrerInnenfortbildung aufgegriffen werden.<\/p>\n<p>Zu den Ausf\u00fchrungen fand eine rege Debatte statt. Vor allem wurde betont, dass die P\u00e4dagogenteams an den neu gegr\u00fcndeten Gemeinschaftsschulen sich mehr Zeit f\u00fcr die Teamarbeit und die Ausgestaltung der p\u00e4dagogischen Konzepte w\u00fcnschen. Als Belastung werden derzeit die umfangreichen Neu- und Umbauma\u00dfnahmen bewertet, die allerdings notwendig sind, um ideale Voraussetzungen f\u00fcr die neuen p\u00e4dagogischen Anforderungen zu schaffen.<\/p>\n<p>In ihrem Schlusswort appellierte Renate Rast\u00e4tter, langj\u00e4hrige Verfechterin der Gemeinschaftsschule und schulpolitische Sprecherin der Gemeinderatsfraktion, daher an die Landesregierung, alle Schulen \u2013 egal ob Gemeinschaftsschule oder andere Schularten \u2013 gut auszustatten.<\/p>\n<p>\u201eWir GR\u00dcNE sind davon \u00fcberzeugt, dass die Ergebnisse dieser hervorragenden Begleitstudie dazu beitragen werden, die St\u00e4rken und positiven Bewertungen der Gemeinschaftsschule zu verdeutlichen, aber auch wichtige Anhaltspunkte zur weiteren Verbesserung zu liefern. In Karlsruhe werden wir GR\u00dcNE auch weiterhin die vier Gemeinschaftsschule so unterst\u00fctzen, dass sie ein gutes Wahlangebot f\u00fcr die Familien gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen\u201c, so Rast\u00e4tter abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Der Abschlussbericht der der wissenschaftlichen Begleitforschung (WissGem) ist unter dem Titel Die Einf\u00fchrung der Gemeinschaftsschule in Baden-W\u00fcrttemberg, herausgegeben von Thorsten Bohl &amp; Albrecht Wacker (Hrsg.) mittlerweile als Buch erschienen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ihrer Begr\u00fc\u00dfung hob Stadtr\u00e4tin Renate Rast\u00e4tter hervor, dass es in Karlsruhe mit den vier Gemeinschaftsschulen Augustenburg-Gemeinschaftsschule Gr\u00f6tzingen, Drais-Gemeinschaftsschule in M\u00fchlburg, Anne-Frank-Gemeinschaftsschule in Oberreut, Ernst-Reuter-Gemeinschaftsschule in der Waldstadt bereits ein [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[12],"tags":[17,24,34],"class_list":["post-1563","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-pressemeldungen","tag-bildung","tag-familien","tag-kinder-jugend"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1563","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1563"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1563\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10909,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1563\/revisions\/10909"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1563"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1563"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1563"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}