{"id":15468,"date":"2023-06-16T09:11:00","date_gmt":"2023-06-16T07:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/?p=15468"},"modified":"2025-03-03T18:41:04","modified_gmt":"2025-03-03T17:41:04","slug":"diversitaetsmanagement-ausbauen-vielfalt-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2023\/06\/diversitaetsmanagement-ausbauen-vielfalt-staerken\/","title":{"rendered":"Diversit\u00e4tsmanagement ausbauen \u2013 Vielfalt st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"\n<ol class=\"wp-block-list\" style=\"list-style-type:1\">\n<li>Die Stadtverwaltung \u00fcberpr\u00fcft die aktuelle Schwerpunktsetzung der Fortbildungsangebote zu den Themen Diversit\u00e4t, Antirassismus und Antidiskriminierung. Sie eruiert, ob es Sinn macht, bestehende Angebote zu b\u00fcndeln oder zu streichen und durch neue Angebote zu ersetzen.&nbsp; Insbesondere pr\u00fcft sie die M\u00f6glichkeit, das Thema Diversit\u00e4t mit allen Dimensionen der Vielfalt aufzugreifen.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Sie pr\u00fcft Eignung, Attraktivit\u00e4t und Kosten neuer Formate und Inhalte f\u00fcr Schulungen\/Trainings, die die Mitarbeitenden f\u00fcr die Dimensionen struktureller Diskriminierung sensibilisieren und ansprechen.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Die Verwaltung pr\u00fcft die M\u00f6glichkeit, neben der obligatorischen Einf\u00fchrung in das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), sukzessive weitere verpflichtende Weiterbildungsangebote im Bereich Diversity einzurichten.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Die Leitungsebene der Stadtverwaltung formuliert die Bedeutung von Diversity als ein zentrales Zukunftsthema und macht das entsprechende Gesamtleitbild transparent und verbindlich. Alle Ebenen werden in die Planung und Umsetzung von Diversity-Strategien von Anfang an miteinbezogen und zur aktiven Mitarbeit eingeladen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Begr\u00fcndung\/Sachverhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eVielfalt leben, Vielfalt respektieren \u2013 f\u00fcr die Gesellschaft und nicht zuletzt auch f\u00fcr die Verwaltung sind das ganz zentrale Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft\u201c, so Ch. L\u00fcders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes in einer Handreichung f\u00fcr Verwaltungsbesch\u00e4ftigte. Auch Kommunen und Verwaltungen haben hier eine Vorbildfunktion und sollten Benachteiligungen aktiv entgegenwirken. Im Rahmen einer zielf\u00fchrenden kommunalen Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit muss Diskriminierung in allen Formen und auf allen Ebenen verst\u00e4rkt und systematisch in den Fokus genommen und beseitigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Herstellung von Chancengleichheit muss basierend auf einem strukturell verankerten Diversity-Ansatz auch in und durch die Verwaltung, sowohl nach innen wie nach au\u00dfen, gef\u00f6rdert werden. Als ein wesentlicher Hebel, um Mitarbeitende f\u00fcr die Dimensionen struktureller Diskriminierung und f\u00fcr die Notwendigkeit eines wertsch\u00e4tzenden Umgangs mit Vielfalt zu sensibilisieren, eignen sich Fortbildungs- und Weiterbildungsangebote. Da die aktuellen Fortbildungsangebote der Stadtverwaltung derzeit nicht in gro\u00dfem Umfang von Mitarbeitenden genutzt werden, muss nach neuen Wegen gesucht werden, um m\u00f6glichen Widerst\u00e4nden bereits im Vorfeld entgegenzuwirken und die Attraktivit\u00e4t der Angebote zu steigern. Wichtig ist, die Mitarbeitenden von Anfang an mitzunehmen, Sinn und Notwendigkeit sowie den Mehrwert von Diversity-Kompetenzen aufzuzeigen. Die Mitarbeitenden sollten pers\u00f6nliche Bez\u00fcge zu ihrer Arbeit herstellen und Vorteile f\u00fcr ihren individuellen Arbeitsbereich erkennen k\u00f6nnen (z.B. durch unbedingten Praxisbezug, Kontakt zu Communities vor Ort).<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig muss auch von Seiten der Leitungsebene und den entsprechenden Fachbereichsleiter*innen dem Thema Diversity-Prozesse und damit der Chancengleichheit zentrale Bedeutung beigemessen werden. Diversity-Kompetenz muss als notwendige berufliche Kompetenz angesehen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Teilnahme an entsprechenden Schulungen nicht der individuellen Motivation bereits sensibilisierter Mitarbeitenden zu \u00fcberlassen, w\u00e4re auch die Einf\u00fchrung von auf die Mitarbeitenden abgestimmten verpflichtenden Angeboten zu pr\u00fcfen. Am Beispiel der Stadtverwaltung Toronto zeigt sich, dass die verpflichtenden Angebote als willkommene Hilfe und Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Arbeit in einer zunehmend diverseren Gesellschaft gerne angenommen werden. Gerade f\u00fcr Mitarbeiter*innen mit viel Publikumskontakt k\u00f6nnten verpflichtende Trainings sinnvoll sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Diversity umfasst die Vielfalt aller Menschen und bezieht sich insbesondere auf die sechs im AGG genannten Merkmale: Alter, Behinderung, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion\/Weltanschauung und sexuelle Identit\u00e4t. Diversity ist jedoch mehr als die Beschreibung gesellschaftlicher Vielfalt, es ist ein menschenrechtlich orientiertes Verst\u00e4ndnis von Vielfalt, das auf gleiche Rechte abzielt und die Komplexit\u00e4t von Menschen und ihren Lebenslagen ber\u00fccksichtigt. Zudem ist Diversity ein Organisations- und Personalentwicklungsinstrument, das zu h\u00f6herer Effizienz und Kreativit\u00e4t in Arbeitsprozessen f\u00fchrt sowie zu besserer Kund*innenorientierung und mehr sozialer Gerechtigkeit. So sollen Vielfalt und Diversit\u00e4t als Chance verstanden werden und mit dazu beitragen neue Perspektiven zu er\u00f6ffnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.antidiskriminierungsstelle.de\/SharedDocs\/downloads\/DE\/publikationen\/Diversity_Mainstreaming\/handreichung_diversity_mainstreaming_verwaltung_20120412.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3\">https:\/\/www.antidiskriminierungsstelle.de\/SharedDocs\/downloads\/DE\/publikationen\/Diversity_Mainstreaming\/handreichung_diversity_mainstreaming_verwaltung_20120412.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Iris Sardarabady, Jorinda Fahringer, Niko Riebel, Christine Gro\u00dfmann<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrag am 06. Dezember 2023 im Personalausschuss behandelt. Die Stellungnahme der Stadt finden Sie <a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2023_0682_Stellungnahme_Diversitaet_ausbauen.pdf\">hier<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind mit der Stellungnahme der Stadtverwaltung einverstanden und freuen uns \u00fcber die vielf\u00e4ltigen Bem\u00fchungen und die Angebote dieser bzgl. einer erfolgreichen Umsetzung des Diversitymanagements. Wir w\u00fcnschen uns aber im Hinblick auf das Thema verpflichtende Schulungen weitere Gespr\u00e4che mit der Verwaltung und hoffen, dass wir gemeinsam innovative L\u00f6sungen finden, um mehr Verbindlichkeit bei den Schulungen zu erreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Begr\u00fcndung\/Sachverhalt \u201eVielfalt leben, Vielfalt respektieren \u2013 f\u00fcr die Gesellschaft und nicht zuletzt auch f\u00fcr die Verwaltung sind das ganz zentrale Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft\u201c, so Ch. 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