{"id":1491,"date":"2015-08-14T00:00:00","date_gmt":"2015-08-13T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2015\/08\/gruene-fuer-kommentierung-von-karlsruher-kriegsdenkmaelern\/"},"modified":"2023-04-13T14:58:30","modified_gmt":"2023-04-13T12:58:30","slug":"gruene-fuer-kommentierung-von-karlsruher-kriegsdenkmaelern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2015\/08\/gruene-fuer-kommentierung-von-karlsruher-kriegsdenkmaelern\/","title":{"rendered":"GR\u00dcNE f\u00fcr Kommentierung von Karlsruher Kriegsdenkm\u00e4lern"},"content":{"rendered":"<p>Mit einem <a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2015\/08\/kommentierung-von-karlsruher-kriegs-kriegerdenkmaelern-die-demokratischen-wertvorstellungen-nicht-entsprechen-antrag-sachverhalt-begruendung\/\">Antrag<\/a> setzt sich die Gr\u00fcne Gemeinderatsfraktion daf\u00fcr ein, Karlsruher Kriegsdenkm\u00e4ler dahingehend zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob sie heutigen zentralen Wertvorstellungen entsprechen. Dabei soll insbesondere die Ausrichtung der Gedenkkultur an Demokratie und Frieden ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt im Stadtgebiet zahlreiche Denkm\u00e4ler, die sich mit verschiedenen Kriegen und ihren Folgen befassen. Insbesondere nach dem Ersten Weltkrieg, aber auch schon nach dem Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg von 1870\/71 entstanden steinerne Exponate der damaligen Gedenkkultur, die der Trauer von Familien und b\u00fcrgerlichen Gemeinschaften \u00fcber ihre get\u00f6teten S\u00f6hne, Ehem\u00e4nner und Mitglieder Ausdruck verliehen \u2013 gleichzeitig h\u00e4ufig jedoch einem heute nicht mehr zu unterst\u00fctzenden militaristischen und undemokratischen Weltbild folgen\u201c, erl\u00e4utert Stadtrat Michael Borner das Anliegen der GR\u00dcNEN Gemeinderatsfraktion.<\/p>\n<p>So wird in Karlsruhe an mehreren Kriegsdenkm\u00e4lern der Tod der Kriegsopfer nachtr\u00e4glich glorifiziert, um ihm dadurch scheinbar einen Sinn zu geben. Die Inschrift am Leibdragonerdenkmal am M\u00fchlburger Tor lautet:<br \/>\nDU STIRBST \u2013 BESITZ STIRBT \u2013 DIE SIPPEN STERBEN. EINZIG LEBT \u2013 WIR WISSEN ES \u2013 DER TOTEN TATENRUHM.<\/p>\n<p>An anderen Kriegsdenkm\u00e4lern, wie etwa in M\u00fchlburg, wird der Krieg verharmlost und idealisiert: Die Toten werden zu Helden verkl\u00e4rt, denen k\u00fcnftige Generationen nacheifern und ihrerseits in den Tod ziehen sollten.<br \/>\nDAS TOTENMAL SPRICHT \/ DIENST AN DEUTSCHLAND IST PFLICHT \/ ARBEIT F\u00dcRS VOLK IST GEWINN \/ BRAUCHT DEIN VOLK DEIN LEBEN \/ SO GIB ES HIN.<\/p>\n<p>Bei vielen Kriegsdenkm\u00e4lern in Karlsruhe wird pauschal &#8222;DEN OPFERN&#8220; gedacht wie z. B. am Kriegerdenkmal Neureut. Auf diesen Denkm\u00e4lern wird weder nach T\u00e4tern noch nach der Verantwortlichkeit f\u00fcr Kriegshandlungen gefragt. Gedacht wird lediglich deutscher Soldaten; Opfer deutscher Milit\u00e4rhandlungen in anderen L\u00e4ndern werden nicht thematisiert.<\/p>\n<p>\u201eWir schlagen daher vor, diese Kriegsdenkm\u00e4ler k\u00fcnstlerisch oder durch Informationstafeln zu kommentieren. Auf diesem Weg bietet man den Besucher\/innen des Denkmals historische Hintergrundinformation und regt sie zur kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte an\u201c, so Stadtrat Joschua Konrad.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem Antrag setzt sich die Gr\u00fcne Gemeinderatsfraktion daf\u00fcr ein, Karlsruher Kriegsdenkm\u00e4ler dahingehend zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob sie heutigen zentralen Wertvorstellungen entsprechen. 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