{"id":14576,"date":"2022-11-30T11:58:22","date_gmt":"2022-11-30T10:58:22","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/?p=14576"},"modified":"2025-05-15T13:05:23","modified_gmt":"2025-05-15T11:05:23","slug":"aktivierung-teilhabe-und-tagesstrukturierung-fuer-menschen-in-grundsicherung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2022\/11\/aktivierung-teilhabe-und-tagesstrukturierung-fuer-menschen-in-grundsicherung\/","title":{"rendered":"Aktivierung, Teilhabe und Tagesstrukturierung f\u00fcr Menschen in Grundsicherung"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Anfrage: <\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\">\n<li>Wie stellt sich die Entwicklung im Bereich Aktivierung, Teilhabe und Tagesstrukturierung f\u00fcr Menschen in Grundsicherung seit der ersten Beratung von 2008 im Sozialausschuss \u201eProjekt Aktivierung nach \u00a7 11 Sozialgesetzbuch (SGB) XII\u201c dar? <br>Dabei legt die Antwort einen Schwerpunkt auf die Themen<br>a) Worin liegt momentan die soziale Bedeutung der vorhandenen Angebote im Bereich der  <br>    Aktivierung?<br>b) Welchen Umfang und welche soziale Bedeutung hat der Bereich der aufsuchenden Sozialarbeit <br>    entsprechend dem Beschluss des Sozialausschuss aus dem Jahr 2008?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie hoch ist der Bedarf f\u00fcr aktivierende und tagesstrukturierende Angebote f\u00fcr Menschen in Grundsicherung momentan und inwiefern decken diese Angebote den Bedarf?<\/li>\n\n\n\n<li>Bei einem m\u00f6glicherweise nicht ausreichenden Bedarf: Wie kann mit dieser L\u00fccke jetzt und perspektivisch umgegangen werden und was sind die jeweiligen Auswirkungen? Welche Ressourcen w\u00fcrden ben\u00f6tigt<br>werden?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie wird die Entwicklung der Bedarfe zuk\u00fcnftig angesichts des demographischen Wandels aussehen?<br><br><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong>Sachverhalt \/ Begr\u00fcndung:<\/strong><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Seit vielen Jahren gibt es einige Angebote der Besch\u00e4ftigung und Teilhabe f\u00fcr Menschen in Grundsicherung.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Erl\u00e4uterung aus der Beschlussvorlage des Sozialausschusses vom<br>05.11.2008:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eSeit der Einf\u00fchrung des SGB XII im Jahre 2005 erhielt das Sozialamt unter anderem den gesetzlichen Auftrag, Menschen hinsichtlich ihrer Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung kostenlos und tr\u00e4gerneutral zu beraten, zu unterst\u00fctzen und pr\u00e4ventive Hilfe zu leisten. Angesprochen sind hierbei jene Menschen, die Alters- oder Erwerbsunf\u00e4higkeitsrente beziehen und ihren Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kr\u00e4ften und Mitteln bestreiten k\u00f6nnen.<br>(Hervorhebung Gr\u00fcne Fraktion)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund des demographischen Wandels wird insbesondere die Anzahl der Rentner*innen und aufgrund der steigenden Altersarmut die Anzahl der Rentner*innen in Grundsicherung sehr deutlich steigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Menschen z.B., diejenigen, die lange Arbeitslosengeld 2 erhielten und \u00fcber das Jobcenter Stadt Karlsruhe und die Stadt durch Arbeitsgelegenheiten und KommBe-Stellen (Kommunale Besch\u00e4ftigung) Tagesstrukturierung und Teilhabe erhielten, werden ohne Angebote bei Beginn der Rente abrupt sich selbst \u00fcberlassen. Gefahren sind dann Vereinsamung, der R\u00fcckfall in alte Gewohnheiten (z.B. bei trockenen Alkoholiker*innen, die Gefahr wieder zum Alkohol zu greifen) und die Zunahme psychischer Erkrankungen. Hinzu kommt der finanzielle Einschnitt, der bei einer Arbeitsgelegenheit rund 50 % des Einkommens betragen kann. Viele Menschen in der Grundsicherung ben\u00f6tigen au\u00dferdem Hilfe, z.B. beim Ausf\u00fcllen von Antr\u00e4gen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur weiteren Erl\u00e4uterung aus der Beschlussvorlage f\u00fcr den Sozialausschuss vom 5.11.08, eine Vorlage, die wir weiterhin f\u00fcr unterst\u00fctzenswert halten:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDas Sozialamt der Stadt Karlsruhe definiert Aktivierung f\u00fcr sich folgenderma\u00dfen:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eAktivierung bedeutet, alles zu unternehmen, um eine weitere Abw\u00e4rtsspirale zu verhindern und, soweit m\u00f6glich, eine Besserung, Stabilisierung oder Verselbstst\u00e4ndigung der Leistungsberechtigten zu erreichen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Seit der Einf\u00fchrung des SGB XII im Jahre 2005 erhielt das Sozialamt unter anderem den gesetzlichen Auftrag, Menschen hinsichtlich ihrer Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung kostenlos und tr\u00e4gerneutral zu beraten, zu unterst\u00fctzen und pr\u00e4ventive Hilfe zu leisten. Angesprochen sind hierbei jene Menschen, die Alters- oder Erwerbsunf\u00e4higkeitsrente beziehen und ihren Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kr\u00e4ften und Mitteln bestreiten k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>L\u00e4ngst vorbei sind die Zeiten, als Hilfeempf\u00e4nger\/-innen noch als Bittsteller beim Sozialamt vorsprachen. Heute beraten die Mitarbeiter\/-innen des Sozialamtes die Hilfesuchenden individuell. Die pers\u00f6nliche Situation der, bzw. des Einzelnen steht im Vordergrund. Ziel ist es, durch St\u00e4rkung der Selbsthilfe ein Leben in der Gemeinschaft zu erm\u00f6glichen und individuelle Notlagen zu \u00fcberwinden. Dies bedeutet auch f\u00fcr die Mitarbeiter\/-innen des Sozialamtes ein Umdenken. Wo fr\u00fcher nur finanzielle Hilfen ausbezahlt oder verwaltet wurden, wird jetzt versucht, den Menschen und dessen Umfeld in den Mittelpunkt zu stellen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Mitarbeiter\/-innen bieten in der Regel bei Neuantr\u00e4gen einen Hausbesuch an. So ist es m\u00f6glich, sich ein realistisches Bild der Lebensumst\u00e4nde zu verschaffen. Diese neue Sichtweise erfordert Engagement \u2013 von beiden Seiten.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Unterzeichnet von:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Verena Anlauf, Michael Borner, Jorinda Fahringer<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Zur Gemeinderatssitzung am 24.01.2023 wurden unsere Fragen <a href=\"https:\/\/sitzungskalender.karlsruhe.de\/db\/ratsinformation\/termin-9041#top23\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">beantwortet<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Antwort auf unsere Anfrage ist f\u00fcr uns bedeutsam: Die Stadt schreibt, dass die Angebote zur Aktivierung &#8211; z.B. in Werkst\u00e4tten &#8211; f\u00fcr Menschen in Grundsicherung (erwerbsunf\u00e4hige Menschen und Rentner*innen) momentan ca. 150 Menschen betrifft, 100 Menschen wurden vor Corona zu Hause aufgesucht. Die Angebote geben den Menschen die M\u00f6glichkeit zur sozialen und gesellschaftlichen Teilhabe in Karlsruhe. Die Anzahl der Bezieher*innen von Grundsicherung wird angesichts des demographischen Wandels deutlich zunehmen und vor allem unter Senior*innen wird die Altersarmut stark ansteigen. Die Angebote der Aktivierung helfen gegen Einsamkeit, die bei leerem Geldbeutel und im Alter stark ansteigt. Wir bleiben dran.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfrage: Sachverhalt \/ Begr\u00fcndung: Seit vielen Jahren gibt es einige Angebote der Besch\u00e4ftigung und Teilhabe f\u00fcr Menschen in Grundsicherung. 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