{"id":1203,"date":"2011-02-14T00:00:00","date_gmt":"2011-02-13T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2011\/02\/ueberpruefung-des-staedtischen-strassenverzeichnisses-auf-personen-die-sich-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit-schuldig-gemacht-haben-gruene-fraktion-erfreut-ueber-umsetzung-ihres-antrags\/"},"modified":"2022-09-08T15:43:38","modified_gmt":"2022-09-08T13:43:38","slug":"ueberpruefung-des-staedtischen-strassenverzeichnisses-auf-personen-die-sich-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit-schuldig-gemacht-haben-gruene-fraktion-erfreut-ueber-umsetzung-ihres-antrags","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2011\/02\/ueberpruefung-des-staedtischen-strassenverzeichnisses-auf-personen-die-sich-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit-schuldig-gemacht-haben-gruene-fraktion-erfreut-ueber-umsetzung-ihres-antrags\/","title":{"rendered":"\u00dcberpr\u00fcfung des st\u00e4dtischen Stra\u00dfenverzeichnisses auf Personen, die sich Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gemacht haben: GR\u00dcNE Fraktion erfreut \u00fcber Umsetzung ihres Antrags"},"content":{"rendered":"<p>Im April vergangenen Jahres wandte sich die GR\u00dcNE-Gemeinderatsfraktion in einem <a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2010\/03\/ueberpruefung-des-staedtischen-strassenverzeichnisses-auf-personen-die-sich-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit-schuldig-gemacht-haben\/\">Antrag<\/a> an die Stadtverwaltung, das st\u00e4dtische Stra\u00dfenverzeichnis auf Personen zu \u00fcberpr\u00fcfen, die sich Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gemacht haben.<\/p>\n<p>\u201cLeider sind in Karlsruhe heute noch Stra\u00dfen nach Personen benannt, deren \u00c4u\u00dferungen und Handlungen im Widerspruch zu demokratischen Wertvorstellungen stehen. So sind beispielsweise Heinrich von Treitschke, Adolf L\u00fcderitz und Hermann von Wissmann Namens\u00adpaten von Karlsruher Stra\u00dfen\u201c, erkl\u00e4rt Stadtrat Michael Borner von der GR\u00dcNEN Gemeinderatsfraktion.<\/p>\n<p>Treitschke lieferte mit seinen Publikationen die Argumentationsgrundlage eines \u201eb\u00fcrgerlichen Antisemitismus\u201c. L\u00fcderitz gelangte durch Betrug an ein gro\u00dfes Landgebiet in Afrika, das den Kern der sp\u00e4teren Kolonie Deutsch- S\u00fcdwestafrika bildete. Von Wissmann, Kolonialgouverneur, wurde durch sein \u00e4u\u00dferst brutales Vorgehen gegen Aufst\u00e4ndische in Deutsch-Ostafrika bekannt. Laut Auffassung der GR\u00dcNEN haben die genannten Personen keine Vorbildfunktion bzw. keine positiv herauszustellende Rolle in unserer Gesellschaft gespielt. Deshalb d\u00fcrften auch keine Stra\u00dfen nach ihnen benannt werden. Die Mindestforderung war jedoch, dass die Stra\u00dfennamen entsprechend zeitgem\u00e4\u00dfer historischer Einsch\u00e4tzung kommentiert werden.<\/p>\n<p>\u201eWir freuen uns, dass die Stadtverwaltung dem Wunsch der zeitgem\u00e4\u00dfen historischen Kommentierung nun nachgekommen ist. Die von den GR\u00dcNEN kritisierten Stra\u00dfennamen werden mit erl\u00e4uternden Schildern erg\u00e4nzt, so dass f\u00fcr die Karlsruher B\u00fcrgerInnen nun die M\u00f6glichkeit f\u00fcr eine kritische Auseinandersetzung mit den Namenspaten ihrer Stra\u00dfen besteht. Aufgegriffen hat die Stadtverwaltung au\u00dferdem den Vorschlag, den Stra\u00dfen\u00adnamensgeber Fritz von Haber, der eine ma\u00dfgebliche Rolle bei der Herstellung von Giftgaswaffen im ersten Weltkrieg spielte, einer neuerlichen geschichtlichen Einsch\u00e4tzung mit entsprechender Kommentierung zu unterziehen\u201c, so Borner abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im April vergangenen Jahres wandte sich die GR\u00dcNE-Gemeinderatsfraktion in einem Antrag an die Stadtverwaltung, das st\u00e4dtische Stra\u00dfenverzeichnis auf Personen zu \u00fcberpr\u00fcfen, die sich Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gemacht haben. 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