{"id":1196,"date":"2011-02-10T00:00:00","date_gmt":"2011-02-09T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2011\/02\/pressegespraech-am-10-02-2011\/"},"modified":"2020-07-01T16:50:31","modified_gmt":"2020-07-01T14:50:31","slug":"pressegespraech-am-10-02-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2011\/02\/pressegespraech-am-10-02-2011\/","title":{"rendered":"Pressegespr\u00e4ch am 10.02.2011"},"content":{"rendered":"<br \/>\n<h2>Pressegespr&#xE4;ch am 10.02.2011<o:p><\/o:p><\/h2>\n<p> <strong>Allgemeine Beurteilung der Lage<\/strong><\/p>\n<p> Die Haushaltslage der Stadt Karlsruhe muss immer noch als angespannt bezeichnet werden. In 2010 mussten erstmals seit Jahren wieder Kassenkredite i.H. von 30 Mio. &#x20AC; aufgenommen werden. Dies zeigt, dass die Liquidit&#xE4;tsreserven der Stadt aufgebraucht sind. Auch sieht der Haushaltsentwurf eine Verdoppelung der Schulden von derzeit 147 Mio. &#x20AC; auf 311 Mio. &#x20AC; bis Ende 2012 vor. Dennoch ist die finanzielle Entwicklung sehr viel positiver verlaufen, als noch im Sommer 2010 zu erwarten war. Wir gehen davon aus, dass dieser positive Trend weiter anh&#xE4;lt, so dass auch das derzeit prognostizierte Defizite geringer ausf&#xE4;llt, als bisher im Haushaltsentwurf dargestellt. <\/p>\n<p> Erste Hinweise darauf ergeben sich beispielsweise aus der Ank&#xFC;ndigung der Bundesregierung, die Kommunen bei den Sozialausgaben zu entlasten. F&#xFC;r Karlsruhe bedeutet dies eine Entlastung von mind. 12 Mio. &#x20AC;, die von Oberb&#xFC;rgermeister Fenrich in seiner Haushaltsrede bereits angek&#xFC;ndigt wurden, im bisherigen Haushaltsentwurf aber noch nicht ber&#xFC;cksichtigt sind. <\/p>\n<p> Wir gehen davon aus, dass aufgrund der verbesserten Haushaltslage eine Genehmigungsf&#xE4;higkeit des Doppelhaushaltes durch das Regierungspr&#xE4;sidium gegeben ist, vermissen hierzu jedoch eine klare Stellungnahme des Regierungspr&#xE4;sidenten. Sollte die Genehmigungsf&#xE4;higkeit nach den Haushaltsberatungen in Frage stehen, muss gezielt nach weiteren Einsparm&#xF6;glichkeiten gesucht werden. <\/p>\n<p> K&#xFC;rzungen mit dem Rasenm&#xE4;her lehnen wir aber in jedem Fall ab. Deshalb wollen wir die f&#xFC;r 2012 vorgesehene Globale Minderausgabe aus dem Haushalt streichen. <\/p>\n<p> <strong>&#xDC;berfl&#xFC;ssige Ausgaben<\/strong> <\/p>\n<p> Wir kritisieren weiterhin, dass Unsummen st&#xE4;dtischer Mittel in unn&#xF6;tige Projekte flie&#xDF;en, die wir abgelehnt haben und heute noch ablehnen. Dazu geh&#xF6;ren die Wiedereinrichtung eines 6. Dezernats, die Investitionszusch&#xFC;sse f&#xFC;r den Baden Airpark von 1,3 Mio. &#x20AC; j&#xE4;hrlich, die Messe, die den st&#xE4;dtischen Haushalt mit 13 bis14 Mio. &#x20AC; j&#xE4;hrlich belastet und auch die Kombil&#xF6;sung, die sich mit Millionenbelastungen auf zuk&#xFC;nftige Haushalte auswirken wird. <\/p>\n<p> Viele von uns kritisierten Projekte belasten unseren Haushalt dauerhaft und schr&#xE4;nken unseren Handlungsspielraum enorm ein. Dennoch haben wir uns auch diesmal wieder bem&#xFC;ht, nicht nur Antr&#xE4;ge f&#xFC;r zus&#xE4;tzliche Ausgaben zu stellen, sondern auch Einsparvorschl&#xE4;ge zu machen. <\/p>\n<p> <strong>Antr&#xE4;ge im Bereich Soziales, Bildung, Armutsbek&#xE4;mpfung <\/strong> <\/p>\n<p> Die sozialen Netzwerke in Karlsruhe sind gut ausgebaut und m&#xFC;ssen trotz knapper Kassen gest&#xE4;rkt und unterst&#xFC;tzt werden. Pr&#xE4;vention wirkt auf lange Frist ressourcensparend. Wir haben uns daher entschlossen, f&#xFC;r einige ausgew&#xE4;hlte und pr&#xE4;ventiv wirkende Sozialprojekte wie z.B. Freiwilligendienste, Beratungsstellen und Bildungsprogramme finanzielle Zusch&#xFC;sse zu beantragen.<\/p>\n<p> &#xA0;Wir wollen den Karlsruher Pass um 100.000 &#x20AC; j&#xE4;hrlich f&#xFC;r Gesundheitsleistungen (z.B. f&#xFC;r Praxisgeb&#xFC;hr, Medikamentenzuzahlungen) erweitern. <\/p>\n<p> Einen weiteren Schwerpunkt setzen wir bei der Schulsozialarbeit. Auf lange Sicht soll jede Schule eineN SchulsozialarbeiterIn bekommen. Damit dieses Ziel m&#xF6;glichst bald umgesetzt werden kann, wollen wir 12 zus&#xE4;tzliche halbe Stellen einrichten, die gem&#xE4;&#xDF; der aktuellen Priorit&#xE4;tenliste verteilt werden sollen. <\/p>\n<p> Auch die Bildungsangebote der VHS wollen wir mit zus&#xE4;tzlichen Mitteln unterst&#xFC;tzen und setzen dieses Mal den Schwerpunkt auf die Alphabetisierungskurse. Mit einem um ca. 7.000 &#x20AC; erh&#xF6;hten Budget k&#xF6;nnen die Angebote deutlich erweitert und die Teilnahmegeb&#xFC;hren reduziert werden. <\/p>\n<p> Die Arbeit des Arbeitslosenzentrums IKARUS ist zentral f&#xFC;r viele Menschen in existenziellen Notlagen. Das Zentrum ben&#xF6;tigt dringend finanzielle Unterst&#xFC;tzung, um seine Arbeit im bisherigen Umfang fortsetzen zu k&#xF6;nnen. Dies haben wir mit einem Haushaltsantrag &#xFC;ber zus&#xE4;tzliche 5.000 &#x20AC; pro Jahr ber&#xFC;cksichtigt. <\/p>\n<p> Weitere Haushaltsantr&#xE4;ge stellen wir u.a. zugunsten von Wildwasser und Frauennotruf, f&#xFC;r zus&#xE4;tzliche Ausbildungspl&#xE4;tze im erzieherischen Bereich beim Stadtjugendausschuss und f&#xFC;r die Teilzeitausbildung junger M&#xFC;tter und V&#xE4;ter beim CJD. <\/p>\n<p> <strong>Antr&#xE4;ge im Bereich Klima- und Umweltschutz <\/strong> <\/p>\n<p> Klima- und Umweltschutz m&#xFC;ssen langfristig voran getrieben werden und d&#xFC;rfen in Zeiten knapper Kassen nicht vernachl&#xE4;ssigt werden. Gerade der Klimaschutz rechnet sich auch monet&#xE4;r, da durch Energieeinsparungen Betriebskosten gesenkt werden k&#xF6;nnen.<\/p>\n<p> Zur weiteren Umsetzung des Karlsruher Klimaschutzkonzeptes beantragen wir Mittel f&#xFC;r die Fortsetzung der Klimaschutzkampagne und f&#xFC;r eine Aufstockung des Klimaschutzfonds. Auch fordern wir zus&#xE4;tzliche Mittel f&#xFC;r energetische Sanierungen im Privatbereich sowie eine zus&#xE4;tzliche Fachkraft f&#xFC;r die energetische Optimierung &#xF6;ffentlicher Geb&#xE4;ude beim Amt f&#xFC;r Hochbau und Geb&#xE4;udewirtschaft. <\/p>\n<p> Zus&#xE4;tzliche Mittel fordern wir auch f&#xFC;r die Umsetzung der L&#xE4;rmaktionsplans. Der Haushaltentwurf sieht hier lediglich eine L&#xE4;rmminderung im Bereich der westlichen Kriegsstra&#xDF;e vor. Wir wollen dar&#xFC;ber hinaus 2 Mio. &#x20AC; zus&#xE4;tzlich einstellen f&#xFC;r L&#xE4;rmminderung entlang der S&#xFC;dtangente und der Durlacher Allee sowie f&#xFC;r den Einbau von Rasengleis entlang verschiedener stark l&#xE4;rmbelasteter Stra&#xDF;enbahn-Strecken. <\/p>\n<p> F&#xFC;r das Umweltamt beantragen wir die Einrichtung zweier zus&#xE4;tzlicher Stellen zur Koordination und Initiierung von Pr&#xE4;ventionsprojekten im Bereich Gesundheit und zur Kompensation von im Umweltamt bereits weggefallenen Stellen in den Bereichen &#xD6;ffentlichkeitsarbeit und Agenda 21. <\/p>\n<p> Au&#xDF;erdem beantragen wir die notwendigen Mittel zur Umstellung von Stadtverwaltung und Hausdruckerei auf Recyclingpapier. Die Mehrkosten von etwa 60.000 &#x20AC; j&#xE4;hrlich sollen durch sparsameren Papiereinsatz ausgeglichen werden. <\/p>\n<p> Sehr wichtig ist uns au&#xDF;erdem die Erneuerung der st&#xE4;dtischen Fahrzeugflotte. Dies dient der Immissionsreduktion und tr&#xE4;gt gleichzeitig zur Einsparung von Betriebskosten bei, so dass eine Amortisation nach wenigen Jahren erreicht werden kann. <\/p>\n<p> <strong>Antr&#xE4;ge im Bereich Kultur und Integration<\/strong> <\/p>\n<p> Im Bereich Kultur haben wir schon immer gro&#xDF;en Wert darauf gelegt, gro&#xDF;e und kleinere Einrichtungen gleichm&#xE4;&#xDF;ig zu f&#xF6;rdern und damit auch die kulturelle Vielfalt in unserer Stadt zu st&#xE4;rken und zu unterst&#xFC;tzen. <\/p>\n<p> Um neben der Kultur auch die Integration zu f&#xF6;rdern, beantragen wir die Aufstockung des st&#xE4;dtischen Kulturfonds um 15.000 &#x20AC; j&#xE4;hrlich speziell f&#xFC;r interkulturelle Projekte. Auch zur Unterst&#xFC;tzung von Tempel und Kinemathek haben wir Haushaltsantr&#xE4;ge gestellt. Das Fest der V&#xF6;lkerverst&#xE4;ndigung ist f&#xFC;r uns eine gro&#xDF;e Bereicherung des multikulturellen Miteinanders und soll weiterhin durch st&#xE4;dtische Mittel in H&#xF6;he von 7.000 &#x20AC; j&#xE4;hrlich unterst&#xFC;tzt werden. <\/p>\n<p> Au&#xDF;erdem wollen wir das Menschenrechtszentrum weiter unterst&#xFC;tzen, wobei wir den Schwerpunkt diesmal auf die Gesundheitsleistungen f&#xFC;r Menschen ohne Krankenversicherung gesetzt haben. <\/p>\n<p> Die Karlsruher Ausl&#xE4;nderbeh&#xF6;rde muss dringend personell aufgestockt werden, um ihren wichtigen und vielf&#xE4;ltigen Aufgaben angemessen gerecht zu werden. Um die derzeitigen Engp&#xE4;sse zu beseitigen, beantragen wir zwei zus&#xE4;tzliche Stellen. <\/p>\n<p> <strong>Unsere Sparantr&#xE4;ge<\/strong> <\/p>\n<p> Wir schlagen unter anderem K&#xFC;rzungen im Bereich repr&#xE4;sentativer Jubil&#xE4;umsveranstaltungen und bei den so genannten Premium-Workshops der Wirtschaftsf&#xF6;rderung vor. Auch wollen wir, dass die Pressearbeit der Technologieregion nicht l&#xE4;nger mit st&#xE4;dtischen Haushaltsmitteln finanziert, sondern von der TRK selbst getragen wird. <\/p>\n<p> Im Bereich der Investitionen wollen wir beim Umbau des Tullabads zum Exotenhaus knapp 2 Mio. &#x20AC; gegen&#xFC;ber dem urspr&#xFC;nglichen Ansatz einsparen. Einsparpotential von etwas 400.0000 &#x20AC; sehen wir zudem bei der sehr aufw&#xE4;ndig geplanten Aufstockung des Stadtarchivs. <\/p>\n<p> F&#xFC;r den Erwerb von Grundst&#xFC;cken wurden im Entwurf des Doppelhaushalts riesige Summen eingeplant, die uns unrealistisch und der Beschlusslage unangemessen erscheinen. Einen solchen Blankoscheck werden wir nicht ausstellen und wollen daher den eingestellten Betrag um insgesamt 17 Mio. &#x20AC; reduzieren. Diese Einsparung wirkt sich auch positiv auf die geplante Neuverschuldung und damit auf das ordentliche Ergebnis aus. <\/p>\n<p> Verschieben wollen wir die Stadtausstellung, weil uns die bisher vorgelegten Konzepte noch zu vage sind und uns in vielen Punkten nicht &#xFC;berzeugen. Wir wollen die Jahre 2011\/12 zun&#xE4;chst nutzen, um mit einem deutlich geringerem Haushaltsansatz von 50.000 &#x20AC; j&#xE4;hrlich zun&#xE4;chst ein detailliertes und tragf&#xE4;higes Konzept in Zusammenarbeit zwischen Stadtplanungsamt und KIT zu erarbeiten. Erst wenn dieses vorliegt, wollen wir Haushaltsmittel in gr&#xF6;&#xDF;erem Umfang bereit stellen. <\/p>\n<p> Auch das Verkehrsinformationssystem f&#xFC;r die S&#xFC;dtangente ist aus unserer Sicht nicht dringend notwendig und kann angesichts der st&#xE4;dtischen Haushaltslage zu einem sp&#xE4;teren Zeitpunkt beschafft werden. V<\/p>\n<p> or dem Hintergrund der insgesamt positiven Prognosen f&#xFC;r die wirtschaftliche Entwicklung sowie angesichts der angek&#xFC;ndigten Ausgleichszahlungen des Bundes f&#xFC;r Sozialleistungen haben wir unsere Haushaltsantr&#xE4;ge zum Doppelhaushalt ma&#xDF;voll, aber optimistisch zusammengestellt. Wir hoffen, f&#xFC;r viele unserer Ideen bei den anstehenden Haushaltsberatungen Mehrheiten zu finden. Bettina Lisbach, Fraktionssprecherin <\/p>\n<p> Manfred Schubnell, Fachsprecher f&#xFC;r Wirtschaft und Finanzen <\/p>\n<p> Dr. Dorothea Polle-Holl, Fachsprecherin f&#xFC;r Sozialpolitik <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressegespr&#xE4;ch am 10.02.2011 Allgemeine Beurteilung der Lage Die Haushaltslage der Stadt Karlsruhe muss immer noch als angespannt bezeichnet werden. 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