{"id":11869,"date":"2021-03-24T12:41:22","date_gmt":"2021-03-24T11:41:22","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/?p=11869"},"modified":"2026-03-25T09:54:49","modified_gmt":"2026-03-25T08:54:49","slug":"100-bio-essen-in-schulen-horten-kitas-und-kantinen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2021\/03\/100-bio-essen-in-schulen-horten-kitas-und-kantinen\/","title":{"rendered":"100 % Bio-Essen in Schulen, Horten, Kitas und Kantinen"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Interfraktioneller Antrag<br>zur Vorberatung im Ausschuss f\u00fcr Umwelt und Gesundheit<\/h4>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<ol style=\"list-style-type:1\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Es wird angestrebt, den Bioanteil an der Verpflegung in Schulen, Kitas, Horten&nbsp;sowie in der Ratskantine von derzeit 25&nbsp;% in Stufen&nbsp;von jeweils 25&nbsp;%&nbsp;bis 2027&nbsp;auf 100&nbsp;% zu erh\u00f6hen.&nbsp;Tierische Produkte wie Fleisch und Milchprodukte&nbsp;werden&nbsp;dabei&nbsp;anteilig&nbsp;bzw. \u00fcberwiegend in Bioqualit\u00e4t verwendet.<\/li>\n\n\n\n<li>Bei der Vergabe&nbsp;f\u00fcr die&nbsp;Schulverpflegung&nbsp;werden&nbsp;die&nbsp;Qualit\u00e4tsstandards der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung&nbsp;(DGE) f\u00fcr Schulen&nbsp;zugrunde gelegt.&nbsp;Es ist darauf zu achten, dass vegan lebende Sch\u00fcler*innen&nbsp;an jedem Tag&nbsp;eine vollwertige Mahlzeit erhalten.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Es wird empfohlen, dass in den&nbsp;Kantinen der&nbsp;st\u00e4dtischen Gesellschaften, bei denen&nbsp;noch&nbsp;kein Bioanteil eingef\u00fchrt wurde, mit&nbsp;einem&nbsp;Bioanteil von 25&nbsp;%&nbsp;begonnen&nbsp;wird.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Die Stadtverwaltung ermittelt&nbsp;die finanziellen Auswirkungen der n\u00e4chsten Stufe&nbsp;mit einem Bio-Anteil von&nbsp;50&nbsp;%.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Die&nbsp;Erh\u00f6hung des Bioanteils&nbsp;wird&nbsp;mit einer Informations- und Akzeptanzkampagne&nbsp;begleitet, die auch Gespr\u00e4che mit Vertreter*innen der Sch\u00fcler*innen, Eltern, Schulen und regionalen Caterern beinhaltet.&nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Begr\u00fcndung\/Sachverhalt:<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gemeinderat hat am 25. Oktober 2016 der <a href=\"https:\/\/sitzungskalender.karlsruhe.de\/db\/ratsinformation\/termin-4150#top9\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Stellungnahme der Stadtverwaltung\u00a0auf\u00a0Einf\u00fchrung von 25 % Bioanteil<\/a> bei der Schul- Kita- und Hortverpflegung zugestimmt.\u00a0Voraus ging eine umfassende Machbarkeitsstudie des Umweltamts, mit der alle Voraussetzungen und Umsetzungsmodalit\u00e4ten eines Einstiegs in eine nachhaltige Essensversorgung\u00a0erarbeitet wurden.\u00a0Seit 2018\u00a0findet\u00a0die Umsetzung bei allen neuen Vergaben\u00a0f\u00fcr Schulessen statt.\u00a0Inzwischen wurden\u00a0weitere Zuschlagskriterien in die Vergaben aufgenommen. Mit ihnen wurden\u00a0zus\u00e4tzliche\u00a0Anreize f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit\u00a0geschaffen,\u00a0wie\u00a0ein\u00a0h\u00f6herer Bioanteil oder\u00a0eine\u00a0st\u00e4rkere\u00a0Ber\u00fccksichtigung regionaler Produkte.\u00a0Somit\u00a0gibt es\u00a0eine fundierte fachliche Grundlage,\u00a0auf der die Quoten des Bioanteils\u00a0erh\u00f6ht\u00a0werden\u00a0k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Akzeptanz&nbsp;und Nachfrage nach \u00f6kologisch erzeugten Lebensmitteln&nbsp;nehmen stark zu, weil sich immer mehr Menschen mit dem Thema nachhaltige Ern\u00e4hrung auseinandersetzen. Sie erkennen,&nbsp;dass&nbsp;Bioprodukte&nbsp;gut&nbsp;sind f\u00fcr Natur, Umwelt und Tiere und dass sie&nbsp;zum Erhalt der&nbsp;Biodiversit\u00e4t,&nbsp;zum&nbsp;Klimaschutz und&nbsp;zur&nbsp;Gesundheit beitragen.&nbsp;Die Stadt Karlsruhe hat sich&nbsp;2016 durch ihren&nbsp;Beitritt zum Biost\u00e4dte-Netzwerk verpflichtet, die \u00f6kologische Landwirtschaft&nbsp;in unserer Stadt&nbsp;und die Verwendung von Bio-Verpflegung in ihren Einrichtungen zu f\u00f6rdern. Um den dramatischen Artenverlust aufzuhalten, ist&nbsp;im&nbsp;neuen Naturschutzgesetz des Landes festgelegt, dass die&nbsp;\u00f6kologisch bewirtschafteten Fl\u00e4chen bis 2030&nbsp;auf 30 bis 40 %&nbsp;ausgeweitet&nbsp;und der Pestizideinsatz in der konventionellen Landwirtschaft halbiert&nbsp;werden.&nbsp;Mit&nbsp;der St\u00e4rkung der Nachfrage&nbsp;nach&nbsp;Bio-Lebensmitteln&nbsp;schaffen&nbsp;wir&nbsp;Vertrauen f\u00fcr Landwirte, die sichergehen wollen, dass sich&nbsp;die&nbsp;Umstellung f\u00fcr sie lohnt.&nbsp;Die Stadt kann hier eine wichtige Vorreiterrolle \u00fcbernehmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einf\u00fchrung von 25 % Bioanteil bei unserer Schul- und Kita-Verpflegung konnte durch eine modifizierte K\u00fcchenplanung kostenneutral umgesetzt werden. Bei h\u00f6heren Quoten entstehen&nbsp;Mehrkosten. Sie k\u00f6nnen teilweise aufgefangen werden, wenn mehr regionale und saisonale Produkte verwendet werden, die Fleischportionen f\u00fcr Biofleisch reduziert oder durch pflanzliche Komponenten ersetzt werden und auf Convenience-Produkte weitgehend zugunsten von Grundnahrungsmitteln verzichtet wird.&nbsp; Damit wird auch die Klimarelevanz der Nahrungsmittel ber\u00fccksichtigt und&nbsp;eine signifikante CO2-Reduktion erreicht. Zudem tragen wir&nbsp;entsprechend der im Bildungsplan vorgesehenen Leitperspektiven \u201ePr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung\u201c sowie \u201eBildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung\u201c&nbsp;in positiver Weise zur Ern\u00e4hrungsbildung der Sch\u00fcler*innen bei.&nbsp;Besonders akzeptanzbildend k\u00f6nnen dabei Informations- und Dialogangebote wirken, welche die Hintergr\u00fcnde der Ma\u00dfnahme transparent machen sowie Sch\u00fcler*innen, Lehrkr\u00e4ften und Eltern die Chance einer aktiven Beteiligung bei der Ausgestaltung des k\u00fcnftigen Essensangebots bieten.&nbsp;Voraussetzung&nbsp;f\u00fcr die genannten Schritte&nbsp;daf\u00fcr&nbsp;ist, dass auch weiterhin die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung f\u00fcr Schulen konsequent umgesetzt werden. Vor Ort werden dabei auch Allergien und Unvertr\u00e4glichkeiten sowie eine vegane Ern\u00e4hrungsweise von Sch\u00fcler*innen bei Bedarf ber\u00fccksichtigt. Ein Karlsruher Caterer hat bereits an einer Karlsruher Grundschule mit einem von der Stadtverwaltung begleiteten Pilotprojekt aufgezeigt, dass dies grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich ist.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die erforderlichen Mehrkosten sollen ermittelt und dann gekl\u00e4rt werden, in welchem Umfang eine Erh\u00f6hung des st\u00e4dtischen Zuschussbedarfs erforderlich ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unterzeichnet von:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Renate Rast\u00e4tter, Aljoscha L\u00f6ffler, Benjamin Bauer, Christine Gro\u00dfmann, GR\u00dcNE Fraktion<\/p>\n\n\n\n<p>Parsa Marvi, Irene Moser, Yvette Melchien, SPD-Fraktion<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrundinformationen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.schuleplusessen.de\/dge-qualitaetsstandard\/gestaltung-der-verpflegung\/mittagsverpflegung\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.schuleplusessen.de\/dge-qualitaetsstandard\/gestaltung-der-verpflegung\/mittagsverpflegung\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.schuleplusessen.de\/fileadmin\/user_upload\/medien\/DGE-QST\/DGE_Qualitaetsstandard_Schule.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/www.schuleplusessen.de\/fileadmin\/user_upload\/medien\/DGE-QST\/DGE_Qualitaetsstandard_Schule.pdf<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.karlsruhe.de\/umwelt-klima\/nachhaltigkeit\/nachhaltige-kommune-1\/nachhaltige-beschaffung#c24202 \">https:\/\/www.karlsruhe.de\/umwelt-klima\/nachhaltigkeit\/nachhaltige-kommune-1\/nachhaltige-beschaffung#c24202 <\/a> <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Gemeinderatssitzung 20.04.21: verwiesen in Fachausschuss.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrag wurde bei der Sitzung des <a href=\"https:\/\/sitzungskalender.karlsruhe.de\/db\/ratsinformation\/termin-6228#top2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hauptausschusses am 16.06.2021<\/a> behandelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interfraktioneller Antragzur Vorberatung im Ausschuss f\u00fcr Umwelt und Gesundheit Begr\u00fcndung\/Sachverhalt: Der Gemeinderat hat am 25. 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