{"id":11481,"date":"2021-01-13T10:32:55","date_gmt":"2021-01-13T09:32:55","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/?p=11481"},"modified":"2025-03-03T16:09:05","modified_gmt":"2025-03-03T15:09:05","slug":"11481","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2021\/01\/11481\/","title":{"rendered":"Antrag: \u00d6kologische Landwirtschaft in Karlsruhe f\u00f6rdern"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\">\n<li>Der derzeitige Fl\u00e4chenanteil der \u00f6kologisch bewirtschafteten landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen im Stadtgebiet wird nicht reduziert. Wo aus zwingenden Gr\u00fcnden eine Inanspruchnahme unvermeidlich ist, werden Ersatzfl\u00e4chen f\u00fcr die \u00f6kologische Landwirtschaft zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/li>\n\n\n\n<li>Als Mitglied im Biost\u00e4dtenetzwerk entwickelt die Stadtverwaltung ein Konzept mit konkreten Ma\u00dfnahmen, um die \u00f6kologische Landwirtschaft aktiv zu f\u00f6rdern und zu unterst\u00fctzen.<\/li>\n\n\n\n<li>Sie verfolgt damit das Ziel, den Fl\u00e4chenanteil des \u00f6kologischen Landbaus sowie den Anteil der Betriebe bis 2030 auf 50 % zu erh\u00f6hen. &nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong>Begr\u00fcndung\/Sachverhalt<\/strong><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir Gr\u00fcne setzen uns seit vielen Jahren daf\u00fcr ein, dass unsere Kulturlandschaft mit Streuobstwiesen, Ackerfl\u00e4chen, Gem\u00fcseanbau und der Tierhaltung erhalten bleibt und sich zur \u00f6kologischen Landwirtschaft weiterentwickelt. Dazu fordern wir u. a. auch, dass die Verpachtung st\u00e4dtischer Fl\u00e4chen an Nachhaltigkeitskriterien wie Verzicht auf Pestizideinsatz und Entwicklung zu Biobetrieben gekoppelt wird. Die Stadt Karlsruhe hat sich durch ihren Beitritt zum Biost\u00e4dtenetzwerk, den wir Gr\u00fcne 2016 beantragt hatten, bereits dazu verpflichtet, die \u00f6kologische Landwirtschaft sowie die Verwendung von Biolebensmitteln aktiv zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit unserem Antrag wollen wir erreichen, dass der derzeitige Anteil an \u00f6kologisch bewirtschafteten Fl\u00e4chen mindestens erhalten bleibt. Diese verbindliche Festlegung ist dringend notwendig, da bei einer K\u00fcndigung der Pacht durch die Stadt oder anderen Bauherren keine Ersatzfl\u00e4chen vorgeschrieben sind, au\u00dfer wenn der Betrieb existenziell bedroht ist. Derzeit droht einem Biolandhof der Verlust von ca. 5 ha Ackerfl\u00e4che f\u00fcr den Futtermittelanbau durch K\u00fcndigung der Pachtfl\u00e4che durch die Stadt. Der Grund daf\u00fcr ist die an sich begr\u00fc\u00dfenswerte Fusion von drei Sportvereinen an einem Standort, deren Gesamtfl\u00e4che dadurch deutlich verkleinert wird, allerdings auf Kosten des Biolandhofguts.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier ist die Stadt aus unserer Sicht zum Ersatz verpflichtet, da ein Biobetrieb im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft Futtermittel nicht zukaufen darf, sondern selbst produzieren muss.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Erhalt und die Verbesserung der Biodiversit\u00e4t ist es zudem notwendig, dass klare Ziele f\u00fcr die Weiterentwicklung der \u00f6kologischen Landwirtschaft in unserer Stadt festgelegt und mit einem Ma\u00dfnahmenplan konsequent umgesetzt werden. Aufgrund der uns vorliegenden Zahlen liegt die Zahl der Biobetriebe und damit der \u00f6kologisch bewirtschafteten Fl\u00e4chen deutlich hinter der der konventionellen Betriebe. Deshalb muss angestrebt werden, den Anteil der \u00f6kologisch bewirtschafteten Fl\u00e4chen bis 2030 auf mindestens 50 % zu erh\u00f6hen. Damit tragen wir auch aktiv zur Umsetzung des neues Naturschutzgesetzes Baden-W\u00fcrttemberg bei. Mit dieser neuen gesetzlichen Grundlage wird angestrebt, die \u00f6kologische Landwirtschaft bis 2030 auf 30 &#8211; 40 % zu erh\u00f6hen. Hier sind alle Kreise und Kommunen gefordert das Ziel zu erreichen. Wir wollen als Gr\u00fcne, dass Karlsruhe als Mitglied des Biost\u00e4dtenetzwerks hier mit einem guten Beispiel vorangeht. In Karlsruhe besteht das Potenzial durch eine hohe lokale Nachfrage und damit verbunden guten Bedingungen f\u00fcr die Direkt-Vermarktung durch die Landwirt*innen, das Ziel der Landesregierung zu \u00fcbertreffen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr unsere st\u00e4dtischen Gr\u00fcnfl\u00e4chen sind wir schon auf dem Weg mit unserem Biodiversit\u00e4tskonzept, das wir Gr\u00fcne 2016 beantragt hatten, die Artenvielfalt an Wildbl\u00fctenarten und damit an Insekten zu erhalten und zu erh\u00f6hen. Jetzt m\u00fcssen wir die Landwirtschaft mit dazu nehmen. Profitieren wird dadurch nicht nur die Natur, sondern auch die Landwirtschaft selbst. Denn die Nachfrage nach Biolebensmitteln steigt immer mehr an und kann nur durch Importe gedeckt werden. Insoweit ist die F\u00f6rderung der \u00f6kologischen Landwirtschaft in Karlsruhe auch die F\u00f6rderung des Ziels, regionale, saisonale und \u00f6kologische Ern\u00e4hrung zu unterst\u00fctzen, entsprechend der Nachhaltigkeitskriterien unserer Gr\u00fcnen Stadt.<\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich sollte deshalb das Ziel verfolgt werden, keine unbebauten Fl\u00e4chen im Au\u00dfenbereich zu versiegeln und damit die landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen zu erhalten. Wir k\u00f6nnen nicht nachvollziehen, dass in den n\u00e4chsten Jahren noch 400 ha landwirtschaftliche Fl\u00e4chen f\u00fcr unterschiedliche Planungen ben\u00f6tigt werden, die dann auch nicht mehr f\u00fcr eine \u00f6kologische Bewirtschaftung vorhanden w\u00e4ren. \u201eDie Sicherung der Existenz von landwirtschaftlichen Betrieben und die Sicherung der Landwirtschaftsfl\u00e4chen \u2013 gerade regional \u2013 ist f\u00fcr den Erhalt der Kulturlandschaft und zur Gew\u00e4hrleistung der Lebensmittelsicherheit elementar\u201c. Dieser Aussage der Stadtverwaltung zu unserer <a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2020\/10\/anfrage-entwicklung-der-landwirtschaft-in-karlsruhe-zu-naturnahen-bewirtschaftungsformen\/\">Anfrage <\/a>stimmen wir vollumf\u00e4nglich zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n\n\n\n<p>Renate Rast\u00e4tter, Aljoscha L\u00f6ffler, Zoe Mayer, Dr. Clemens Cremer<\/p>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/web3.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/ris\/bi\/vo0050.php?__kvonr=40719&amp;voselect=6155\" target=\"_blank\">De<\/a><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/2021-02-GR-StN_GRUeNE_Oekologische_Landwirtschaft.pdf\">r Antrag wurde in der Gemeinderatssitzung am 23.02.2021 unter TOP 14 beraten.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Alle<a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/2021-Hintergrundinfos-Vereinsfusion-Rueppurr_Biohof-Schleinkofer.pdf\"> Fraktionen schlie\u00dfen sich unserer Forderung an, dass f\u00fcr das Bioland-Hofgut Ersatzfl\u00e4chen f\u00fcr die wegfallenden 5 Hektar gesucht werden sollen.<\/a> Das Ziel des Ausbau der \u00f6kologischen Landwirtschaft auf 50 % bis 2030 wird von einigen Fraktionen nicht unterst\u00fctzt. Unser Antrag wird im Ausschuss f\u00fcr Umwelt und Gesundheit weiter zu beraten sein. Gut, dass das Thema in der \u00d6ffentlichkeit zur Zeit eine so gro\u00dfe Beachtung findet! Durch die Befassung im Gemeinderat ist das wichtige Thema weiter gest\u00e4rkt worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 25.01.2023 wird <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/sitzungskalender.karlsruhe.de\/db\/ratsinformation\/termin-9128#top8\" target=\"_blank\">im Ausschuss f\u00fcr Umwelt und Gesundheit <\/a>\u00fcber die n\u00e4chsten Schritte zur F\u00f6rderung der \u00f6kologischen Landwirtschaft beraten. Dazu haben wir einen <a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2023\/02\/foerderung-der-oekologischen-landwirtschaft\/\" data-type=\"post\" data-id=\"15035\">\u00c4nderungsantrag<\/a> gestellt, um Biobetriebe besonders zu f\u00f6rdern. Das Thema wurde am <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/sitzungskalender.karlsruhe.de\/db\/ratsinformation\/termin-9044#top10\" target=\"_blank\">24.04. 2023 abschlie\u00dfend im Gemeinderat <\/a>beraten: Biologisch wirtschaftende Betriebe werden zuk\u00fcnftig bei der Vergabe st\u00e4dtischer Pachtfl\u00e4chen vor konventionell arbeitenden bevorzugt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Begr\u00fcndung\/Sachverhalt Wir Gr\u00fcne setzen uns seit vielen Jahren daf\u00fcr ein, dass unsere Kulturlandschaft mit Streuobstwiesen, Ackerfl\u00e4chen, Gem\u00fcseanbau und der Tierhaltung erhalten bleibt und sich zur \u00f6kologischen Landwirtschaft weiterentwickelt. 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